Zahlreiche Narrenzünfte waren in Kürzell, um das 33-Jährige der Ridd’l Schdägge zu feiern. Foto: Lehmann

Ein Wochenende in Ausnahmezustand: im Meißenheimer Ortsteil haben die Ridd’l Schdägge ihr 33-jähriges Bestehen gefeiert. Auf den Zunftabend am Samstag mit zahlreichen Gästen folgte der Umzug mit mehr als 80 Gruppen.

Insgesamt 33 Jahre ist es her, seit die „Ridd’l Schdägge“ gegründet wurden. Nun wurde das närrische Jubiläum gebührend gefeiert. Auftakt war am Samstag der Zunftabend. Lange Schlangen bildeten sich vor dem Eingang der Unditzhalle. Zahlreiche Hästräger und Gäste wollten bei der Feier zum Jubiläum dabei sein.

 

Zum Einmarsch aller Gastzünfte spielten die Scholle Dudler auf, begleitet von Vertretern der Zünfte. Oberzunftmeister Johannes Zimmer und auch die Moderatorinnen des Abends freuten sich, die insgesamt 41 Zünfte mit rund 900 Hästrägern begrüßen zu dürfen. Ein buntes Bühnenprogramm stellten die Gäste auf die Beine und unterhielten damit das feiernde Partyvolk. Nach der Begrüßung heizten die Scholle Dudler kräftig ein, ehe die Nachtschattenteufel aus Herbolzheim das Tanzbein schwangen. Danach zeigte die noch junge Gruppe der Ruineschlurfer aus Lahr ihr Können, die Guggemusik gründete sich 2023 und freut sich auf die erste Kampagne.

Kapazität in der Halle und in den Zelten war am Maximum

Nach der Tanzrunde heizten die Guggemusiker Moos Turbis aus Ödsbach ein. Die Grusilochzottli aus Lahr und die Buschbach Gugge aus Ettlingen-Oberweier rundeten den zweiten Programmteil ab. Dann begeisterten die Schelmle-Hexen aus Schutterwald mit ihrem Tanz als Cowboys. Der Abschluss auf der Bühne gebührte den Gletscherfleh Hofier, die nochmals mit krachigen Klängen für Stimmung sorgten. Die Halle und das Partyzelt waren hierbei gut gefüllt, es herrschte beste Stimmung unter den Gästen und es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert. Zeitweilen mussten die Ridd’l Schdägge einen Zutrittsstopp verhängen, da die Gäste die Kapazitäten in Halle und Zelt ansonsten überschritten.

Auch junge Narren waren dabei. Foto: Lehmann

Am Sonntag zog es das närrische Volk auf die Straße. Insgesamt 81 Gruppen mit mehr als 2900 Hästrägern machten jede Menge Stimmung und trieben so manchen Schabernack mit den Gästen am Wegesrand. Zahlreiche Zuschauer wurden zum Jubiläumsumzug nach Kürzell gelockt, um die fünfte Jahreszeit zu feiern. Zünfte, Musikgruppen und Fasnachtswägen aus Nah und Fern beherrschten das bunte Treiben. Vorneweg eine Abordnung der Gastgeber, die freudig die Gäste begrüßten. Danach war es am Musikverein Kürzell und den Hubmattehexe Meißenheim, den Umzug anzuführen.

Befreundete Zünfte nahmen lange Strecken auf sich, um dabei zu sein

Nicht nur Zünfte aus den Nachbarorten, sondern auch Gäste mit weiterer Anfahrt, wie die Oppenauer Schlappgret oder die Narrenzunft Trossingen waren in Kürzell zu Gast. So mancher junger Umzugsbesucher nahm ein ausgiebiges Konfettibad oder erhielten bunte Gesichter.

Nach dem Umzug zog es die Gäste zu den Ständen an der Umzugsstrecke und im Narrendorf. Örtliche Vereine und Gastzünfte boten ein reichhaltiges Angebot und luden zum Verweilen und das Jubiläum gemeinsam ausklingen zu lassen.

Auf ein erfolgreiches Jubiläumswochenende können die Ridd’l Schdägge nun zurückblicken. „Es ist schön, dass so viele Gäste mit uns gefeiert haben”, betonte Oberzunftmeister Zimmer.