Nach dem großen Eröffnungswochenende könnte die neue Hängebrücke in Rottweil jetzt den nächsten Ansturm erleben. Die „Neckarline“ lockt jedenfalls als Ziel zu Pfingsten.
Es ist die erste große Bewährungsprobe für die neue touristische Attraktion in Rottweil: An den Pfingstfeiertagen und in den Ferien drumherum erhofft man sich für die „Neckarline“ in Rottweil viele Besucher.
Die können sich „zwischen Himmel, Neckartal und Gänsehaut“ endlich Zeit für das nehmen, was sonst zu kurz kommt, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heißt. Nämlich „rauskommen, durchatmen, gemeinsam etwas erleben“. Die Neckarline werde gerade zu Pfingsten zum perfekten Ziel.
In Rottweil wünschen sich viele genau das, schließlich soll die 606 Meter lange Fußgängerhängebrücke wichtige Impulse für die älteste Stadt Baden-Württembergs bringen und die Innenstadt beleben. Am Eröffnungswochenende Ende April hat das zumindest schon einmal bestens geklappt. Tausende strömten in die Stadt, um die „Neckarline“ zu überqueren – oder sie zumindest respektvoll vom sicheren Bockshof aus zu betrachten.
Überwältigt bei der Eröffnung
Genaue Zahlen, wie viele Besucher nun bereits den Gang übers Neckartal gewagt haben, gibt es bislang nicht. Und auch zur Zahl der Gäste insgesamt zur Eröffnung in der Stadt gab es im Nachgang keine Informationen. Man war jedoch „überwältigt“ von der Resonanz.
Seither sind zwischen Berner Feld und Innenstadt – zumindest bei gutem Wetter – nicht ansturmartig aber doch stetig Hängebrücken-Besucher zu sehen. In der Stadt fallen vor allem die größeren Gruppen auf, die das neue Ausflugsziel ansteuern. Mehr los ist an den Wochenenden, was sich nun in der Innenstadt unter anderem darin niederschlägt, dass die Bäckereifiliale am Kameleck deshalb jetzt auch sonntags geöffnet hat.
Spaziergang mit Adrenalinkick
Bei der Neckarline wirbt man nun vor dem langen Pfingstwochenende für den „ganz besonderen Spaziergang“ in Rottweil: Adrenalinkick, Aussichtspunkt, Fotospot – es gehe schließlich nicht nur darum, von einer Seite auf die andere zu laufen, sondern um das Kribbeln beim ersten Schritt, den Blick übers Neckartal und „dieses kleine Gefühl von Freiheit.Wer die Fußgängerbrücke schon erlebt hat, kann das bestätigen.
In Rottweil jedenfalls wird nun genau verfolgt werden, wie viele Ausflügler zu Pfingsten nicht nur die Neckarline ansteuern, sonder auch die besondere Atmosphäre im Bockshof und die Rottweiler Innenstadt mit ihren Restaurants, Cafés und Geschäften besuchen.
Blick auf Wildline und Blackforestline
Ein Blick zu den anderen Brücken von Investor Günter Eberhardt lässt zudem vermuten, dass vielleicht auch an der „Neckarline“ bald weitere Events verwirklicht werden könnten. An der „Wildline“ in Bad Wildbad zum Beispiel gibt es Mitte August die „Morgenfrische“, bei der die Hängebrücke nach einer Butterbrezel und einem Kaffee in aller Frühe überquert werden kann. Und an der Blackforestline in Todtnau gab’s am vergangenen Sonntag nach dem Gang über die Brücke gleich noch Hansy Vogt im benachbarten Gasthaus Schwarzwälder zu erleben.
Diese Symbiosen sind es, von denen künftig auch Rottweil profitieren will. Die Chancen stehen jedenfalls gut, dass die „Neckarline“ am Pfingstwochenende wieder zum echten Magneten wird.
Infos unter www.neckarline.de