Die Schiltacher Flößer befinden sich derzeit auf einer Floßfahrt auf der Saar und Mosel und reisen bis nach Koblenz.
Otto Schinle gibt Einblick in die Geschehnisse der ersten zwei Etappen der Tour.
Etappe Eins: Beckingen nach Saarburg, 8. April
Der jüngste Flößer Schiltachs, Vincent, hat im Floß übernachtet und aufgepasst. Kurz vor 9 Uhr gab es einen Besuch der Wasserschutzpolizei. Sie prüften die Papiere, das Floß und die Rettungswesten - dabei gab es keine Beanstandungen.
Bei Saarkilometer 52 begann die Fahrt. Es war noch kalt, aber die Sonne schien, so dass es ein schöner Tag in herrlicher Landschaft wurde. Vorbei ging es an den Werken von Villeroy und Boch in Merzig und Mettlach und durch die engen Saarschleifen.
Plötzlich ging ein Ruder verloren und schwamm in der Saar. Die Wasserschutzpolizei folgte den Schiltacher Flößern und brachte das Ruder zurück.
Die hohen Schleusen bei Serrig wirkten bedrohlich, aber Floßmeister Kipp hatte alles im Griff. Gemeinsam mit einem Frachtschiff fuhren die Schiltacher Flößer ein. Dann ging es 14 Meter abwärts bis zur Ausfahrt.
Am späten Nachmittag erreichte die Gruppe Saarburg und machte im Hafen der WSA ihr Floß fest.
Die Übernachtung fand im Winzerdorf Ayl in der Pension Linden statt. Dort probierte die Flößergruppe den Riesling von der Saar.
Etappe Zwei: Saarburg nach Pölich, 9. April
Otto Schinle ist auf dieser Etappe als Fahrer des Begleitfahrzeugs eingeteilt gewesen und hatte deshalb noch etwas Zeit, um den wunderschönen Ort Saarburg zu besichtigen. Der Fluß Leuk ging mitten durch die Stadt und bildete einen hohen Wasserfall. Die historischen Mühlen waren noch in Funktion und wurden von den Gästen bestaunt.
Der Schleusenkanal bei Kanzem kürzte die Saar etwas ab. In Schleifen ging es zur Mündung in die Mosel bei Konz. Jetzt wurde der Fluss deutlich breiter. Die Flößer passierten die historische Römerbrücke bei Trier. Die alten Fundamente waren noch deutlich sichtbar. Am späten Nachmittag erreichten sie ihren Liegeplatz im Hafen von Pölich und wurden von der Hafenmeisterin freundlich empfangen. Im „ Alten Fährturm“ war der Schlafplatz der Flößer.