Nicht alle Umzüge und Feste liefen in diesem Jahr friedlich ab: Vielerorts kam es zu Streitigkeiten und Körperverletzungen.
Das Polizeipräsidium Offenburg zieht für die diesjährige Fasnacht eine insgesamt positive, jedoch arbeitsintensive Bilanz. Obwohl keine gravierenden Zwischenfälle zu verzeichnen waren, mussten die Beamten der einzelnen Polizeireviere – mit Unterstützung der Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz – durchgehend eine Vielzahl an Einsätzen bewältigen, heißt es in einer Mitteilung.
Im Verlauf der närrischen Tage kam es vermehrt zu Körperverletzungen, Streitigkeiten sowie weiteren Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum. Viele dieser Vorfälle standen im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum. Bei der Straßenfasnacht am Schmutzigen Donnerstag in Reichenbach kam es beispielsweise zu insgesamt fünf Streitigkeiten, die geschlichtet werden mussten, heißt es weiter. Außerdem kam es im Rahmen der Schlichtung eines Streits zu einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Zudem wurden vier Platzverweise ausgesprochen.
Ein 29-jähriger Mann geriet am Samstagabend in Biberach in eine derart emotionale Ausnahmesituation, dass er letztendlich zu seinem Schutz und zur Verhinderung von Ordnungsstörungen eine Nacht in polizeilicher Gewahrsam verbrachte. Anlass des Gefühlschaos war mutmaßlich unter anderem, dass nicht nur Männer ihre Notdurft auf der Herrentoilette verrichteten, heißt es weiter.
Für einen 17-Jährigen war die Fasnachtsveranstaltung in Bühl-Weitenung am Donnerstagabend schon gegen 22 Uhr beendet. Weil der Jugendliche das Rauchverbot in der Halle missachtete und sich wenig einsichtig zeigte, kam es nach einem ausgesprochenen Hausverbot zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem Sicherheitsdienst, wobei ein Mitarbeiter leicht verletzt wurde.
Zahlreiche Autofahrer unter Dorgeneinfluss gestoppt
Den 17-Jährigen erwarten nun Anzeigen unter anderem wegen Körperverletzung, so die Polizei. Darüber hinaus wurden zahlreiche Fahrzeugführer kontrolliert, die teilweise unter Alkohol- und Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnahmen.
Polizeipräsident Jürgen Rieger betonte, dass trotz der hohen Einsatzbelastung die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern, den Sicherheitsdiensten und den Rettungskräften reibungslos verlief. Dank des professionellen Vorgehens aller Beteiligten konnten größere Eskalationen verhindert und die Sicherheit der Feiernden gewährleistet werden, lobt das Präsidium. Durch die polizeiliche Präsenz konnten zudem viele Konflikte bereits im Vorfeld beobachtet und im Anschluss geschlichtet werden. Neben den strafverfolgenden Aufgaben waren viele der eingesetzten Polizeibeamten aber auch Anlaufstellen für Rückfragen der Feiernden, für das Abgeben von Fundsachen und das Suchen verloren gegangener Kinder, die glücklicherweise alle wieder mit ihren Eltern zusammengeführt werden konnten. So nahm die glückselige Fasnacht einen zufriedenstellenden und größtenteils störungsfreien Verlauf, so die Polizei abschließend.