Bei eisigen Temperaturen badete Wigald Boning im Schwenninger Moos. Es war bereits sein 1317. Badetag in Folge – direkt vor seinem Auftritt im Capitol.
Mit Eisbaden macht sich eher die Nachbarstadt Bad Dürrheim derzeit einen Namen. Es geht auch in Schwenningen – zumindest, wenn man Wigald Boning ist und seit dem 1. Juli 2022 jeden Tag im Freien badet. Also auch im Winter.
Ursprünglich wollte er als persönliche Herausforderung nur die Marke von 1000 voll machen, und mochte dann offensichtlich doch nicht von dieser Erfahrung lassen. Vor seinem Auftritt im Schwenninger Capitol am vergangenen Samstag suchte er sich das Schwenninger Moos beziehungsweise den Neckarursprung als Schauplatz für den 1317. Badetag in Folge aus. In herrlicher Kulisse des Naturschutzgebietes in einer ansonsten mit einer Eisschicht bedeckten Wasserfläche. Eigentlich darf man hier auch nicht einfach baden. Allzu viele Nachahmer wird es nicht geben. Und die Spaziergänger, die zufällig zu diesem Zeitpunkt vorbei kamen, nahmen es locker. Schon lange im Geschäft und von vielen Fernsehformaten bekannt, erfreut sich der TV-Komiker großer Beliebtheit.
Moor mit TV-Komiker
Von einem Passanten wurde er gleich einem Wissenstest unterzogen: „Sie kennen den Unterschied zwischen Neckarursprung und Neckarquelle?“ Die Erläuterung lieferte der Mann gleich mit. „Also Nordsee und Schwarzes Meer haben beide ihren Ursprung hier sozusagen“, folgerte Boning, der unter anderem in diversen Quiz-Shows mit seinem Wissensschatz eine gute Figur abgibt. Eine Passantin fragte ihn nach dem gesundheitlichem Benefit des Eisbadens. Boning meinte, er habe eine Kalkschulter gehabt, die ihm jetzt keine Beschwerden mehr bereite. Aber ob dies das Resultat des Eisbadens sei, könne er nicht mit Sicherheit behaupten.
Aus dem Mooswasser wieder raus bekannte er: „Ich muss ordentlich duschen, um den Schwefelgeruch wieder loszuwerden“.
Geruch nach Schwefel
Dieser Erfahrungen konnte er dann bei dem laut Veranstalter gut besuchten Abend „Herr Boning geht baden“ im Schwenningen Capitol gleich thematisieren. „Es war ein toller Auftritt, wir waren sehr zufrieden“, sagt Sascha Zivkovic auf Anfrage der Redaktion. Wigald Boning beschreibt er als „sehr volksnah und freundlich“. Und dass ein Auftritt an einem Samstagabend in der Fasnetsaison so guten Zuspruch erfahre, spreche für sich. „Das war der einzige Termin, an dem er noch zu kriegen war.“ Sehr zur Freude des Publikums.
Am nächsten Tag war Boning übrigens in der Nachbarstadt Rottweil. Da reizte ihn der Anblick des Testturms, den man auf den Instagram-Video allerdings wegen des Hochnebels in Rottweil nicht sieht. Aber auch hier traut er sich in kalte Wasser: Diesmal ist es der Neckar – der dann 1318. Badetag in Folge.
Auf seinem Instagram-Kanal kann man seine diversen Bade-Aktivitäten nachverfolgen. Der täglich Badetag an der frischen Luft ist nicht das erste Ausdauerprojekt. Im Jahr 2014 fuhr er rund 200 Tage lang täglich Fahrrad, und 2021 lief er ein Jahr jede Woche einen Marathon.