Schnelltests sind derzeit gefragt. Foto: Scheurer

Das Corona-Virus hat die Rottenburger Schulen und Kindertagesstätten fest im Griff. Stand Montagnachmittag waren laut Landratsamt in den vergangenen 14 Tagen in Rottenburg zehn Schulen und sieben Kindergärten betroffen.

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Rottenburg - In den Kindergärten waren 15 Kinder und sieben Erzieherinnen erkrankt, in den Schulen zehn Schüler und sieben Mitarbeiter. Es wird viel getestet, und deshalb werden auch die infizierten Kinder schnell entdeckt.

In Rottenburg wurden etliche Coronafälle durch die Schnelltests entdeckt. "Wir merken so sehr schnell, wer infiziert ist, und können so Infektionsketten durch Quarantäne unterbrechen", sagt Oberbürgermeister Stephan Neher. "Es wäre sinnvoll gewesen, den Lockdown bis Ostern weiterzuführen und nicht vorschnell wieder alles zu öffnen."

Man müsse Kontakte reduzieren

Man müsse zumindest jetzt die Kontakte reduzieren und beschränken, damit die Zahlen wieder runtergehen können. Durch das tägliche Testen kämen Infektionsketten erst gar nicht in Gang, "der Krankheitsausbruch bleibt dann auf eine Klasse oder auf eine Gruppe beschränkt".

An 13 Rottenburger Schulen und in sieben Kitas sind derzeit Personen aufgrund positiver Corona-Tests in Quarantäne. Die Kiebinger Kindertagesstätte Don Bosco etwa ist derzeit aufgrund von Coronaerkrankungen komplett geschlossen – bis auf weiteres. In den Rottenburger Schulen und Kitas ist die Zahl der Corona-Infektionen dramatisch gestiegen. So haben sich dem Gesundheitsamt zufolge in den vergangenen zwei Wochen 15 Kindergartenkinder, zehn Schüler sowie sieben Mitarbeiter von Kitas und sieben Mitarbeiter an Schulen mit dem Coronavirus angesteckt. Meist blieb es wohl bei Erkältungssymptomen, schwere Verläufe sind aktuell nicht bekannt. Die Ansteckung soll teils über die Kinder, teils über das Personal erfolgt sein. Außer dem geschlossenen Kindergarten Don Bosco sind Kindergärten in Baisingen, Wurmlingen, Hailfingen sowie der Rottenburger St.-Meinrad-Kindergarten und eine Außengruppe des Kinderhauses Dätzweg betroffen. An fast jeder zweiten Schule sind derzeit Personen infiziert oder in Quarantäne. Betroffen sind die Berufsschule, die Hohenberggrundschule, die Carl-Josef-Leiprechtgrundschule, die Grundschulen in Baisingen, in Seebronn und im Kreuzerfeld, das Kolpingsbildungswerk, die Lindenschule, das St. Meinrad-Gymnasium, der Mokka-Schülerhort und die Weggentalschule.

Derzeit 300 Menschen in Quarantäne

Weitere Fälle gab es an St. Klara und am Eugen-Bolz-Gymnasium. Dort betrifft es allerdings Schüler, die im Homeschooling sind. Der Verdacht besteht, dass die alarmierende Entwicklung mit den Virusmutationen zusammenhängt, die ansteckender sind als das ursprüngliche Coronavirus. Neher hofft nun, "dass bald Ruhe einkehrt". Er sieht sich darin bestätigt, dass die Öffnungsschritte seit Anfang des Monats zu früh gekommen seien, "man hätte bis Ostern durchhalten sollen". Nach Ostern müsse man spätestens zurück ins Homeschooling, dies habe ja bislang auch gut funktioniert. In Rottenburg sind laut Neher derzeit rund 300 Menschen in Quarantäne. Diese Woche eröffnet ein weiteres Corona-Schnelltestzentrum in der Zehntscheuer. Man baut so die Testkapazitäten in Rottenburg aus. Im Jugendhaus gibt es laut Stadtverwaltung viel mehr öffentliche Testtermine als zuvor.

In der Zehntscheuer sind montags von 12 bis 16 Uhr und mittwochs von 12 bis 16 Uhr Schnelltests als Selbsttest unter Aufsicht des DRK möglich. Wer ein negatives Ergebnis hat, kann eine tagesaktuelle Bestätigung mitnehmen. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Für das Jugendhaus können Testtermine unter 07472/165536 vereinbart werden oder auch über die Stadt-Homepage.

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