Altdorfs Ortsvorsteherin Manuela Steigert hob beim Neujahrsempfang in der Münchgrundhalle die Leistungen von Einzelpersonen, Gruppierungen und Vereinen hervor. Zudem erinnerte sie an die Eingemeindung 1975.
Der Empfang war gut besucht, Steigert begrüßte viele Ehrengäste. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle Altdorf unter der Leitung von Markus Obergföll. Mit Zitaten aus der Jahreschronik des damaligen Bürgermeisters Fritz Klasterer erinnerte Manuela Steigert bei ihrer Ansprache an die schwere Zeit der Eingemeindungsphase, die am 1. Januar 1975 Für Altdorf ihren Abschluss fand. Inzwischen hätten sich jedoch Altdorf und die Kernstadt in den vergangenen 50 Jahren sehr gut vernetzt, sodass es seit Jahren keine geografischen oder geistigen Grenzen mehr gebe, betonte die Ortsvorsteherin. „Altdorf konnte insbesondere über die Vereine seine Identität bewahren und sich sogar sich zu einer Perle im Südbezirk der Ortenau entwickeln“, so Steigert.
Im Ausblick auf 2025-Investitionen verwies die Ortsvorsteherin auf die geringen finanziellen Ressourcen des Kommunalhaushalts. „Wir wollen und müssen aufgrund der in diesem Schuljahr eingeführten Ganztagsschule im Schulgebäude investieren. Darüber hinaus wird nur wenig gehen“, so Manuela Steigert. In Altdorf feiern 2025 der Musikverein (125 Jahre), die Böllerschützen (30 Jahre) und der TTC (75 Jahre) Vereinsjubiläen oder runden Geburtstag. Annika Möhringer vom MV Altdorf lud zum Besuch der Veranstaltungen ein. Auch die Böllerschützen und der TTC planen Feiern.
Einige Altdorfer hatten sich besonders ausgezeichnet
Kristian Herdick ist einer der Initiatoren der Solidaritätspartnerschaft zwischen Ettenheim und der ukrainischen Stadt Vilkhovetska. Mit berührenden Worten schilderte er anschaulich die dortige Lebenssituation. Er betonte, dass die bisherige Hilfe aus Ettenheim gut eingesetzt wurde und weitere Unterstützung dringend notwendig ist.
Dagmar Abt vom Bündnis für Demokratie konnte ebenfalls eindrucksvoll die Bündnisarbeit vorstellen und warb um „Mitmacher“.
Mit besonderen Aktionen rückten im vergangenen Jahr einige Altdorfer ins öffentliche Blickfeld. Ihnen dankte die Ortsvorsteherin mit Präsenten. Es waren dies Achim Schwab (Dorfbuch Altdorfer Geschichte), Anne Böhler (Aktion Adventsfenster), Gabi Melzer (Künstlerin mit vielen Einsatzgebieten), Marylla Gottwald (Gastmutter eines Austauschprogramms mit den USA) sowie Florian Rauer und Matthias Wiegert (Reparatur Waldhütte). Mit viel Applaus begleitet war der Dank an den langjährigen Feuerwehrkommandanten Jürgen Rauer.
Auch sportliche Leistungen wurden von der Ortsvorsteherin herausgestellt. Als Leichtathleten waren Caroline Hebding Teixeira, Silvio und Peter Gerth sowie Louis Hunn überregional erfolgreich. Als Boulespielerin glänzte Sandra Billault. Die Handball Herren II und die Jungen M19 des TTC wurden Meister. Bezirksmeister wurde vom TTC Jannnik Burkart. Die Mädchenriege der TG Altdorf errang die Gaumeisterschaft und die Ping-Pong-Parkinson-Gruppe des Stützpunkts Altdorf holte mit Andrea Schmidt und Patrick Erdrich nationale und internationale Erfolge. Durch ihre Siege auf Kreisebene konnten auch die Züchter des KTZ-Altdorf Pokale mit nach Hause nehmen. Das Programm beinhaltete mit der Dancing Company des FSV Altdorf und einer Artistengruppe des Amateurzirkus „Paletti“ aus Ettenheim zwei Showacts. Nach dem offiziellen Programm lud die Ortsvorsteherin zu einem Stehempfang ein, der gerne zur Kontaktpflege genutzt wurde.
Wette um Bier
Mit einem besonderen Bonbon wartete Ortsvorsteherin Manuela Steigert beim Neujahrsempfang am Sonntag für den FSV Altdorf auf. Für den Wetteinsatz eines 30-Liter-Bierfasses sollte der FSV 20 aktive Kicker auf die Bühne bringen. Aufgrund der Winterruhe und Personalnot war die Wette aus FSV-Sicht zum Scheitern verurteilt. In die Bresche sprang ersatzweise ein Großteil der Meistermannschaft aus der Saison 1973/74. Das 30-Liter-Fass war dem Fußball-Sportverein Altdorf so dann doch sicher.