Freuen sich über die vielen Gäste in den Becken: Betriebsleiter Adam Kansy und seine Stellvertreterin Julia Hühnerfuss. Foto: Kapitel-Stietzel

Das Haigerlocher Freibad hatte in dieser Sommersaison oft mit trübem Wetter zu kämpfen – läuft es jetzt besser? Betriebsleiter Adam Kansy erklärt den Stand der Dinge und verrät, was es beim morgigen Candle-Light-Schwimmen zu erleben gibt.

Wenn es im Freibad der Stadt gut läuft, merkt man das bereits vor dem Eingangsbereich: Kreuz und quer parken die Autos auf jedem bisschen Standfläche – selbst auf den Grünflächen und entlang der Oberstadtstraße. Im Inneren des Bads fliegen derweil die bunten Wasserbälle über den Schwimmbecken und am Fuß der großen Rutsche spritzt es ordentlich, wenn wieder ein Badegast mit Karacho hinuntergleitet.

 

Das spritzt: Die Wasserrutsche macht auch erwachsenen Badegästen sichtlich Spaß. Foto: Kapitel-Stietzel

„In den letzten Tagen waren es oft über 2000 Gäste täglich“, erklärt Adam Kansy, der Betriebsleiter der Haigerlocher Bäder, während im Hintergrund die Freibad-Besucher fröhlich planschen: Am vergangenen Sonntag seien beispielsweise 2100 Badegäste gekommen. Darunter seien auch viele Auswärtige – nicht nur aus Balingen oder Horb, sondern etwa auch aus Tübingen, so Kansy. Ein Blick auf die vielen Autos vor dem Bad scheint das zu bestätigen: Auch einige Böblinger, Calwer und sogar ein Kölner Nummernschild sind zu sehen.

Schöne Tage sollen helfen, auf 60 000 Gäste zu kommen

Doch wie läuft die aktuelle Sommersaison im Vergleich zum letzten Jahr? „Es ist gleichgeblieben, würde ich sagen“, heißt es vom Betriebsleiter.

Letztes Jahr seien insgesamt 60 000 Badegäste gekommen, am Dienstag lag der Stand der aktuellen Saison bei rund 40 000 Besuchern. Gerade die ersten Sommerwochen seien wegen des regnerischen und kalten Wetters für das Freibad mau gewesen. Nun hofft Kansy noch auf weitere schöne Tage, um die 60 000 zu knacken. Die hartgesottenen Schwimmer würden immer kommen, aber ein Großteil der Gäste sei eben doch wetterabhängig.

Der Badleiter ist aber optimistisch, dass der Besucher-Vorjahreswert vor dem Ende der Saison noch erreicht wird: Derzeit habe man die besten Besucherzahlen der vergangenen Monate. Und wenn das Wetter weiter mitmache, werde man auch nach dem Ende der Ferien am 9. September das Bad noch einige Tage von 11 bis 18 Uhr auflassen.

Auch beim letztjährigen Candle-Light-Schwimmen gab es viele Lichteffekte – und jede Menge Kerzen . Foto: Carola Lenski

Hoffnungsträger für das Freibad sind dabei auch die Events, die noch veranstaltet werden: Neben dem Hundeschwimmen am Sonntag, 15. September, mit dem wieder traditionell die Sommersaison abgeschlossen wird, steht morgen ab 21 Uhr noch das Candle-Light-Schwimmen als großer Höhepunkt an.

Kostenlose Massagen und eine prämierte Band

Laut Kansy werden – wie bereits in den letzten Jahren – wieder hunderte Fackeln und Kerzen am Beckenrand und sogar auf dem Sprungturm für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. Während sich tagsüber Kinder im Freibad austoben können, ist der Eintritt an diesem Abend erst ab 16 Jahren: Während die Kleinen etwa bei Opa seien, könnten die Eltern so einen „chilligen Abend“ verbringen, fügt der Badleiter schmunzelnd hinzu.

Neben beleuchteten Bäumen, rotem Teppich, Cocktails, Grillfleisch und einer Tombola soll es auch einen Auftritt der Band „Fountain Street Music“ aus Horb geben, deren Sänger Felix Grützmacher im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Rock&Pop-Preis als bester Solosänger ausgezeichnet wurde.

Neu ist in diesem Jahr ein Massage-Pavillon: Die professionelle Masseuse Beate Gerster biete darin kostenfreie Schnuppermassagen an, verrät uns der Badleiter schon einmal. Und auch die „Nebelmaschine kommt auf jeden Fall“.