Die Vertreter mehrerer Organisationen und Firmen stellten das Konzept der Metro 2024 vor. Foto: Franziska Müller

Am 17. Oktober ab zehn Uhr haben Schüler, die vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen, die Möglichkeit, sich über ihren weiteren Werdegang zu informieren.

Im Vorfeld der Metro haben Stefan Kern und Maritta Zöphel vom Gewerbeverein Trossingen die diesjährige Konzeption vorgestellt. Im Wesentlichen unterscheidet sie sich nicht vom Vorjahr. Erneut haben sich 17 Aussteller um die Teilnahme bemüht.

 

Erstmals dabei in diesem Jahr ist die Firma Kapp Garten- und Landschaftsbau. Firmeninhaber Simon Kapp ist es ein Anliegen, den interessanten, lebendigen Beruf des Garten- und Landschaftsbauers ins Blickfeld zu rücken. „Auch seitens unseres Verbandes ist es gewünscht, dass wir Öffentlichkeitsarbeit machen“, erklärte er. Erstmals tritt auch die Feuerwehr dort in Erscheinung.

Feuerwehr erstmals dabei

Mit Johannes Ländle ist ein Vertreter anwesend, der auf die Möglichkeit des Bundesfreiwilligendienstes aufmerksam machen möchte. „Für mich ist dies ein Zwischenschritt, nach dem Abitur und vor dem Studium, eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen“, so stellte der junge Mann seine Motivation dar.

Das Fazit der weiteren Aussteller ist unterschiedlich. Der Vertreter eines Zimmererbetriebes gab an, dass aus der Messe zwar noch kein Bewerber gefunden werden, doch dass Interesse am Beruf des Zimmerers geweckt werden konnte. Die Geschäftsführerin eines Metallbetriebes bedauerte, dass die Teilnahme an der Metro noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatte, dass sie jedoch ganz bewusst wieder teilnehmen wolle. Einfach um das Berufsbild des Zerspaners zu zeigen.

Was macht ein Zerspaner?

Neu in diesem Jahr ist die Einführung sogenannter Laufzettel. Die Messe findet auf drei Ebenen, im Foyer, im ersten Stockwerk und im Kleinen Saal, statt. Jeder Ebene ist eine Farbe zugewiesen. Jeder Messebesucher soll an drei Ständen pro Ebene ein Gespräch führen, jedes Mal einen Punkt auf dem Laufzettel erhalten, um zuletzt in der Bewirtungslounge ein Getränk und einen Snack zu erhalten.

Der klassenweise Besuch der Metro hat sich bewährt und wird beibehalten. Allerdings werden die Realschüler erst im Rahmen des Nachmittagsunterrichtes zur Ausstellung kommen. „Das wird in Konsequenz dazu führen, dass sich das Ende der Messe nach hinten verschiebt“, erklärte Stefan Kern. Keiner der anwesenden Firmenvertreter hatte damit ein Problem. Auch das Konzept der beiden Standbeine, die analoge Messe und das Influencer Marketing, haben sich bewährt und werden beibehalten.

3000 Euro Preisgeld

Erneut können sich Dreier-Gruppen zusammenfinden und Interviews rund um das Thema Ausbildung führen. Die so entstehenden Video-Clips können in den sozialen Medien eingestellt werden. Das Influencer Marketing ist mit einem Wettbewerb verknüpft. „Es mag darüber diskutiert werden, ob das ausgelobte Preisgeld zu hoch ist“, sagte Stefan Kern zu diesem Thema. Er finde nicht, dass 3000 Euro pro Gruppe zu hoch sind, so Kern. Das Preisgeld sei als Zuschuss zum Führerschein zu verstehen und sei somit gerechtfertigt.

Ein weiterer Preis ist ein Bewerbertraining. Bei der diesjährigen Metro soll auf den Team-Gedanken großer Wert gelegt werden, wie wichtig das Team in der Ausbildung und im Betrieb ist. Zu diesem Thema findet auch die Abschlussveranstaltung statt. Für 18 Uhr ist die „60 Minutes“ angesetzt. Eine Stunde, in der Eltern und Kinder gemeinsam teilnehmen können.

Professor Peter Vierneisel, Leiter der Trossinger Bundesakademie, konnte gewonnen werden, einen 20-minütigen Vortrag zum Thema „Teamarbeit“ zu halten. Anschließend sind weitere 40 Minuten für einen Austausch vorgesehen. Diese Abschlussveranstaltung ist auf eben diese eine Stunde begrenzt, um allen Beteiligten Planungssicherheit zu geben.