Mehrere Schulklassen haben sich am Mittwoch bei der Messe „TecSquad“ über Ausbildungsberufe und duale Studiengänge informiert. Rottenburger Unternehmen stellten sich den Schülern vor.
Zuerst sind die Schülerinnen und Schüler noch verhalten, als sie mit ihrer Lehrerin den Saal in der Zehntscheuer betreten. In Grüppchen stauen sie sich am Eingang bei der Garderobe. Eine Reihe von Infoständen erwartet sie, bewacht von Mitarbeitern der Rottenburger Betriebe, die sich vorstellen wollen. Vorne rechts machen die Stadtwerke den Anfang mit dem „Heißen Draht“, einem Geschicklichkeitsspiel. Die dünne Metallstange ist zu den Buchstaben „SWR“ gebogen, für Stadtwerke Rottenburg.
Endlich rafft sich eine Mädchengruppe auf und läuft weiter in den Saal hinein, allerdings schnurstracks vorbei am „Heißen Draht“. Ihr Ziel ist der Tisch am anderen Ende des Raumes, der Stand der Beruflichen Schule. Erst einmal bei der eigenen Schule vorbeischauen, am Glücksrad drehen und eine Runde am Mini-Greifautomaten spielen – es gibt schließlich Süßigkeiten zu gewinnen. Dann verteilen sich die Jugendlichen nach und nach im ganzen Saal.
Weiter bis zum Abitur?
Neben den Stadtwerken stellen sich die Firmen Bitzer, Dachser, CGS Bauplanung, MAG Corcom, Hald und Grunewald, Profilmetall, und die Schlosserei Wizemann vor sowie die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Stadtverwaltung. Vom Bauzeichner über die Industriekauffrau bis zur Erzieherin ist ein breites Berufsfeld abgedeckt. Die Bundesagentur für Arbeit ist mit Berufsberaterinnen vor Ort.
Einige Schüler suchen sich gezielt Gesprächspartner bei den Firmen, während andere unentschlossen sind, was sie interessiert. Charlotte zum Beispiel: Sie hat noch keine genaue Idee, wie es nach der Mittleren Reife beruflich weitergehen könnte. „Deshalb mache ich weiter in der Schule“, sagt die Rottenburgerin. Mit dem Fachabitur öffnet sich die Möglichkeit für ein duales Studium.
Bewerbung schon abgeschickt
Die 16-jährige Alisa muss sich eigentlich gar nicht mehr auf der Messe umhören, hat sie doch einen Ausbildungsplatz als Schreinerin ergattert. „Es ist trotzdem interessant, das hier zu sehen“, sagt die Schülerin. Wie ist sie auf das Handwerk gekommen? „Ich habe ein Praktikum beim Fensterbau gemacht und da haben sie gesagt, dass man in der Schreinerei umfangreicher lernt.“ Ihre Freundin Tatjana möchte Industriekauffrau werden: „Eine Bewerbung habe ich schon abgeschickt.“
Bei der Stadtverwaltung oder bei der Diözese wird Aya vielleicht fündig. Sie plant, die sogenannte PIA zu machen, also die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin. Ihre Freundin Alla interessiert sich für eine Ausbildung im medizinischen Bereich. „Beim Zahnarzt oder beim Tierarzt?“, überlegt sie. Elif hat indes einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zur Ausbildung als Bürokauffrau. „Ich muss mich aber gegen viele durchsetzen“, sagt die Schülerin.