Planung von Anfang an: Auch in der Probezeit hat man Anspruch auf Urlaub. Foto: Klose

Haben Arbeitnehmer in dieser Zeit einen Anspruch darauf?

In den ersten Monaten eines Arbeitsverhältnisses sind Beschäftigte oft besonders vorsichtig. Schließlich möchten sie sich dem neuen Arbeitgeber beweisen. Aber dürfen sie auch keinen Urlaub nehmen?

Die ersten sechs Monate eines Arbeitsverhältnisses werden oft als Probezeit bezeichnet.

Hintergrund ist, dass Arbeitnehmer hier noch keinen gesetzlichen Kündigungsschutz genießen und das Arbeitsverhältnis in der Regel auch unbegründet beendet werden kann. Aber muss man deswegen auch auf Urlaub verzichten? Nein. Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer haben auch während einer vereinbarten Probezeit, also den ersten sechs Monaten im Job, Anspruch auf Urlaub.

Nach sechs Monaten entsteht der volle Anspruch auf Urlaub

Für jeden vollen Monat, den man gearbeitet hat, erwirbt man ein Zwölftel seines Urlaubsanspruchs, erklärt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Vorsitzende des Ausschusses Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Nach sechs Monaten entstehe dann der volle Urlaubsanspruch.

In der Regel müssen Arbeitgeber die Urlaubswünsche ihrer Beschäftigten bei der Urlaubsplanung auch immer berücksichtigen. Verweigern können sie einen Urlaubswunsch nur dann, wenn betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche von anderen Angestellten vorliegen.

Das ist unabhängig davon, ob ein Arbeitnehmer in der Probezeit ist oder nicht.

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