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Ausbildung und Karriere Exoten mit Tradition

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Hat den Hut auf: Monique Stahl ist im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Modistin.  Foto: Fassbender
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Hat den Hut auf: Monique Stahl ist im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Modistin. Foto: Fassbender

Modist, Putzmacher oder Hutmacher – es gibt wohl kaum einen Beruf, der so viele verschiedene Namen hat. Kein Wunder, gibt es ihn doch schon seit Jahrhunderten. 

Die Aufgaben reichen vom Entwerfen, Skizzieren und Fertigen verschiedenster Kopfbedeckungen bis hin zur Kundenberatung, Auftragsbearbeitung und Kostenkalkulation. In den Betrieben und der Berufsschule lernen angehende Hutmacher zum Beispiel die Eigenschaften verschiedener Stoffe und Materialien kennen. Neben dem Umgang mit Maschinen und Werkzeugen stehen auch Themen wie Hutformen, Farbenlehre oder Kostümgeschichte auf dem Stundenplan.

"Auch die Präsentationen von Kopfbedeckungen, in Schaufenstern, bei Ausstellungen oder vor Kundinnen ist ein weiterer wichtiger Lehrinhalt", erklärt Caroline Tiedtke. Sie ist Fachbereichsleiterin für Technologie an der Modeschule Berlin. Seit 18 Jahren bildet die Studiendirektorin angehende Modisten aus und entwickelte die aktuelle Ausbildungsordnung mit.

Die Modeschule Berlin ist eine von nur noch drei Berufsschulen für Modisten deutschlandweit. Im Jahr 2016 zählte das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) deutschlandweit 36 Hutmacher in Ausbildung. 1997 waren es immerhin noch 97. Trotzdem ist sich Tiedtke sicher, dass der Traditionsberuf eine Zukunft hat: "Viele meiner ehemaligen Azubis haben sich selbstständig gemacht. Sie haben eine neue, zeitgemäße Art, Kopfbedeckungen herzustellen und zu verkaufen. Bei einem gewissen Maß an Flexibilität und Mobilität wird ein Modist immer Arbeit finden."

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