Angehende Pilotinnen und Piloten auf dem Flugplatz in Gechingen Foto: Maik Heisterkamp, DLRG

Ehrenamt und Technik Hand in Hand: Die DLRG Neuhengstett engagiert sich im Bereich Fernerkundung.

Hoch oben in der Luft wird bei der DLRG-Ortsgruppe Neuhengstett ein neuer Beitrag zur Wasserrettung geleistet: Die Fernerkundung mit Drohnen entwickelt sich zu einem wichtigen modernen Einsatzfeld und zeigt, wie Technik und Ehrenamt Hand in Hand gehen, heißt es in einer DLRG-Pressemitteilung.

 

Vielfältiger Einsatz von Drohnen

Seit 2022 engagiert sich die DLRG Neuhengstett als eine der ersten Ortsgruppen im Landesverband Württemberg im Bereich Fernerkundung. Die Drohnen – sowohl die geförderte Einsatzdrohne als auch Übungsmodelle – finden mittlerweile vielfältige Anwendung: Sie helfen bei Lageerkundungen, unterstützen im Wasserrettungsdienst und bei Sanitätsdiensten und liefern wertvolle Informationen direkt aus der Luft.

Gerade im Landkreis Calw, wo der rund 90 Kilometer lange Fluss Nagold durch teils schwer zugängliches Gelände fließt und immer wieder Such- und Rettungseinsätze notwendig macht, bietet die luftgestützte Fernerkundung einen entscheidenden Vorteil.

Durch hochauflösende Kameras und schnelle Einsatzbereitschaft schaffen die Drohnen einen Überblick über Lagebilder, bevor Einsatzkräfte zu Fuß oder mit dem Boot anrücken.

Ausbildung, Teamgeist und Verantwortung

Das Drohnenteam ist ein Vorbild für moderne Ehrenamtsarbeit: Die Ausbildung kann bereits ab 16 Jahren begonnen werden, mit der Möglichkeit zur Flugprüfung ab 18 Jahren. Voraussetzung hierfür sind die Basisausbildung Einsatzdienste und die Helfergrundausbildung. Doch nicht nur Flugtalent ist gefragt – Fernerkundung funktioniert nur im Team, mit Pilot, Luftüberwachendem und Bildauswerter, die eng zusammenarbeiten.

Neben praktischer Ausbildung und spannenden Übungen, wie etwa der Einbindung der Technik bei öffentlichen Veranstaltungen, steht auch die Förderung des Zusammenhalts im Vordergrund: Junge und erfahrene Ehrenamtliche arbeiten gemeinsam an einem zukunftsweisenden Aufgabenfeld.

Derzeit sind fünf Piloten zur Fernerkundung ausgebildet, weitere acht befinden sich derzeit in der Ausbildung und werden diese voraussichtlich im März abschließen. Ab Mitte des Jahres stehen der DLRG Ortsgruppe fünf Ausbilderinnen und Ausbilder sowie ein Multiplikator für den Bereich Fernerkundung zur Verfügung.

Informationsabend am 12. Februar

Für alle Interessierten, die Teil dieses innovativen Teams werden, Verantwortung übernehmen und modernste Technik sinnvoll einsetzen möchten, bietet die DLRG Neuhengstett am 12. Februar einen Infoabend zur Fernerkundung an – mit Einblicken in die Arbeit der Drohnengruppe, Vorstellung der Ausbildungsmöglichkeiten und Gelegenheit zum Mitmachen.

Technik, Unterstützung oder Herausforderungen

Egal, ob Interessierte sich für Technik begeistern, ihre Heimat aktiv unterstützen möchten oder einfach neue Herausforderungen suchen – die DLRG Neuhengstett freut sich auf neue Mitglieder und engagierte Ehrenamtliche, heißt es in der Pressemitteilung der DLRG.