Bei der Kita St. Elisabeth ging es diesmal um die einzelnen Gewerke. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Vergabe mehrerer Gewerke für die Kita / Rechtmäßigkeit vom Landratsamt bestätigt

Neben dem Architekturbüro K9 aus Freiburg planen sieben Fachbüros technische Gewerke für den Neubau und Umbau der Kindertagesstätte in Hardt.

Hardt. Nach dem aufwendigen Wettbewerb zur Auswahl des Architekturbüros, der schon von einem Fachbüro organisiert werden musste, geht es jetzt um die Planung von "Umbau und Erweiterung der Kindertagesstätte St. Elisabeth" und um die Kostenberechnungen.

Nur mit genauen Plänen und Kosten kann der Antrag auf Zuschuss bis spätestens 31. Januar 2022 gestellt werden, über den dann bis etwa Mitte des kommenden Jahres entschieden wird. Wird diese Antragsfrist versäumt, muss ein weiteres Jahr gewartet werden.

Im Gemeinderat wurde betont, dass die Gemeinde nur mit einem Zuschuss bauen könne. Der ehemalige Bürgermeister Herbert Halder hatte schon vor rund vier Jahren die Notwendigkeit einer Erweiterung des Kindergartens angesprochen und in seiner letzten Sitzung im Gemeinderat im Juli 2018 dafür einen Beschluss herbeigeführt. Danach sind im Investitionsplan der Gemeinde bis 2024 in fünf Raten 3,1 Millionen Euro für den Neubau eingeplant worden, bei erhofften Zuschüssen aus dem Ausgleichstock 2022 und 2023 von je 200 000 Euro.

Viele Angebote eingeholt

Nun sollte in dem langwierigen, aber transparenten Verfahren in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro K9 über die Vergabe von Leistungen von Fachplanern entschieden werden. Die Verwaltung hatte für die Leistungen Angebote eingeholt und Büros zur Vergabe vorgeschlagen. Die Kosten lagen unter dem Schwellenwert von 214 000 Euro und die Aufträge konnten ohne Teilnehmerwettbewerb erfolgen.

Für die Vergabe von Frei- und Außenanlagen waren drei Büros aufgefordert worden. Das beste Angebot mit einem Vergleichswert von 4,85 von 5 Punkten kam vom Büro frei raum concept aus Rottenburg mit Nebenkosten von vier Prozent.

Drei Angebote gab es auch für die Tragwerksplanung. Hierfür lag das beste Angebot bei 4,45 von 5 Punkten vom Büro Mohnke Höss Bauingenieure aus Freiburg, bei Nebenkosten von drei Prozent.

Für die elektrotechnischen Anlagen wurden drei Angebote abgegeben. Der Vergleichswert lag bei 4,65 von 5 Punkten vom Büro Lehmann aus Hausach mit Nebenkosten von fünf Prozent. Für die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik kam das beste Angebot ebenfalls von Lehmann in Hausach mit dem Wert 4,85 von 5 Punkten, bei Nebenkosten von fünf Prozent.

Für den Brandschutz waren zwei Angebote angefordert. Das bessere Angebot kam vom Büro Eisenbraun aus Lahr zu 5995 Euro plus Fahrtkosten. Für die Energieberatung für das Bestandsgebäude lag das Angebot bei 9600 Euro und für den Neubau bei 6800 Euro.

Für Bauphysik und Raumakustik gab es ein Angebot des Büros Stahl+Weiß aus Freiburg zu 45 000 Euro. Dafür soll die Notwendigkeit der einzelnen Leistungen mit der Baurechtsbehörde geklärt werden.

Die Ausschreibung bis zur Angebotswertung wurde durch die Rechtsaufsicht des Landratsamtes unterstützt und die Vergabeformen "als vergabekonform, transparent und diskriminierungsfrei" bestätigt.

Arbeit wird aufgenommen

Etwas überraschend äußerte Joachim Hilser dennoch Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens zur Auswahl der Fachplaner. Er wollte vor einer Vergabe die Rechtmäßigkeit des Verfahrens überprüfen lassen. Das lehnten aber acht Gemeinderäte ab und trafen unter Vorbehalt einer Überprüfung ihre Entscheidung für die vorgeschlagenen Büros in der letzten Sitzung vor der Sommerpause.

Bürgermeister Michael Moosmann ließ sich inzwischen vom Landratsamt die Rechtssicherheit des Auswahlverfahren für die Fachplaner schriftlich bestätigen, so dass auch sie ihre Arbeit aufnehmen können.

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