Friedrich Merz besucht am Samstag den Europa-Park. Für Bürger und Besucher gibt es jedoch keine Chance, das Ganze mitzuverfolgen.
Bei der Jubiläumsgala zum 50-jährigen Bestehen des Europa-Parks im Juli war er bereits in einer Videobotschaft an die Familie Mack zu hören, nun kommt er höchstpersönlich nach Rust: Bundeskanzler Friedrich Merz. Dahinter steckt das erste deutsch-französische Wolfgang-Schäuble-Demokratieforum, das vom Park ausgerichtet wird. Unter dem Motto „Demokratie wagen und leben“ sind dazu 40 junge Menschen aus Deutschland und Frankreich eingeladen – und so auch der Regierungschef.
Veranstaltet wird das Ganze am Freitag und Samstag, 14. und 15. November. Merz ist für den zweiten Tag angekündigt. Wer nun hofft, den Bundeskanzler mit eigenen Augen sehen zu können, wird enttäuscht. „Das ist aus Sicherheitsgründen leider nicht möglich“, erklärt der Europa-Park auf Nachfrage unserer Redaktion. Auch auf die Frage, wann genau der Spitzenpolitiker im Park begrüßt wird, gibt es keine konkrete Antwort. „Zum genauen Zeitraum dürfen wir leider keine Angaben machen“, heißt es.
Klar ist indes: Die Sicherheitsvorkehrungen für den Bundeskanzler werden lückenlos sein. „Es werden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen“, so der Park. Welche genau, bleibt ein Geheimnis. Dass die Bundespolizei bei einer Reise des Regierungschefs keine halben Sachen macht, wurde bereits beim Besuch des Ex-Bundeskanzlers Olaf Scholz in Emmendingen Anfang 2024 klar.
Park-Besucher müssen nichts beachten
Wer damals auf der Gästeliste stand, wurde von BKA-Beamten gründlich gefilzt. Journalisten mussten mit ihren Kameras Probeaufnahmen machen, um zu beweisen, dass es sich nicht um getarnte Waffen handelte. Sogar ein Bombenspürhund beschnüffelte das Equipment der Reporter. Ob es im Europa-Park auch so abläuft, bleibt abzuwarten. Unwahrscheinlich ist es nicht. Wer von dem Trubel ohnehin nichts wissen möchte, muss bei seinem Park-Besuch keine Abstriche machen. „Die Gäste müssen nichts beachten und können den Europa-Park in dieser Zeit ganz normal besuchen“, heißt es auf Nachfrage.
Merz wird wohl ohnehin nicht lange im Park bleiben. „Er ist nur kurz in Rust“, erklärt Mirko Masen, Stabsstellenleiter des Ruster Bürgermeisterbüros, im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Frage, ob der 70-jährige CDU-Mann vielleicht im Europa-Park-Ressort übernachtet, dürfte sich damit wohl geklärt haben. Die Planungen zur Anreise des Kanzlers habe die Gemeinde „nur am Rand mitbekommen“. Sicher ist jedoch: Bürger müssen sich nicht auf Straßensperrungen oder ähnliches gefasst machen. „Das Ganze soll möglichst ohne Einschränkungen vonstatten gehen“, so Masen. Immerhin sei es nicht das erste Mal, dass eine Prominenz den Park besuche.
Bürgermeister Kai-Achim Klare wird vor Ort sein
Während Anwohner allerhöchstens einen Konvoi gepanzerter Limousinen und Polizeiwagen sehen, bekommt Bürgermeister Kai-Achim Klare mehr vom Geschehen mit. „Er wird vor Ort sein“, freut sich Masen.
Begeisterung herrscht indes auch im Europa-Park: „Der Besuch des Bundeskanzlers ist eine große Ehre für den Europa-Park , aber auch eine Hommage an den verstorbenen Politiker Wolfgang Schäuble und ein Signal für die gelebte deutsch-französische Freundschaft.“