Weil am „Schmotzigen Donnerstag“ viele Narren im Ort unterwegs sind, haben Bürger den Antrag gestellt, dass an diesem Tag auf der Schörzinger Ortsdurchfahrt Tempo 30 herrschen soll.
Die „heiße Phase“ der Fasnet steht vor der Tür: Besonders am „Schmotzigen“ Donnerstag, der in diesem Jahr auf den 27. Februar fällt, geht es im Ort närrisch zu. Aus diesem Grund haben drei Bürger bei der Schömberger Stadtverwaltung einen Antrag gestellt, dass an diesem närrischen Tag entlang der Schörzinger Ortsdurchfahrt Tempo 30 herrscht.
In seiner Sitzung am Dienstagabend hat sich der Schörzinger Ortschaftsrat mit den Anträgen auseinandergesetzt. Diese werden von den Bürgern laut Sitzungsvorlage damit begründet, dass sich an diesem Tag vermehrt Hexen und Kinder auf der Straße befinden und man durch das Tempolimit den Fasnetsgegnern und Rasern sowie Gaffern das Handwerk legen könne.
Kein Schilderwald
Ortsvorsteher Tommy Geiger hob in der Sitzung vor allem den Sicherheitsaspekt vor und wies darauf hin, dass Fußgänger, die sich auf der Straße aufhalten, ebenfalls Verkehrsteilnehmer sind. Vor allem wenn man alkoholisiert ist, bestehe ein erhöhtes Risiko, dass etwas passiert. Dem müsse man sich immer bewusst sein.
Heiko Gerstenberger erinnerte daran, dass an diesem Tag auch vermehrt Kinder unterwegs sind. Er erachtet es daher als sinnvoll, eine Tempo-30-Zone einzurichten. Diese werde durch ein entsprechendes Schild aufgehoben. Das vermeide nämlich einen Schilderwald, der nur für einen Tag aufgebaut wird.
Antrag beim Landratsamt
„Einen Versuch ist es wert“, sagte Gerstenberger. Dieser Ansicht folgten die Ortschaftsräte und stimmten den Anträgen einstimmig zu. Eine entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung will die Verwaltung nun beim Landratsamt des Zollernalbkreises beantragen. „Die Chancen, dass der Antrag durch geht, stehen gut“, erklärte Geiger.
Die Verkehrsregelung für einen Tag wolle man möglichst unkompliziert halten. Geiger vermutet, dass der Bauhof Schilder aufstellen wird und das nur so viele wie nötig.