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«Aus der Kellerecke raus» Imagewandel stärkt Modellbahnhersteller Märklin

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Eine vergoldete Güterzug-Elektrolokomotive von Märklin auf dem Stand des Unternehmens bei der Nürnberger Spielwarenmesse. Foto: Daniel Karmann/dpa Foto: dpa

Fürth - Eine Trendwende beim Modellbahnbau hat Märklin erneut ein Umsatzplus beschert.

Auch der Bobby Car-Produzent Simba Dickie blickt eigenen Angaben nach auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Das fränkische Familienunternehmen hatte den insolventen Modellbahnhersteller aus dem baden-württembergischen Göppingen 2013 übernommen.

Im Geschäftsjahr 2019/2020 konnte Märklin seinen Umsatz um 5 auf 117 Millionen Euro steigern - und damit das zweite Jahr in Folge. "Das Image der Modellbahn hat sich gewandelt. Das Hobby ist aus der Kellerecke raus", sagte der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Sieber in Fürth. Die klassischen Kunden seien 40 Jahre und älter - Eltern oder Großeltern, die ihre Leidenschaft dann mit ihren Kindern oder Enkeln teilten.

Der Gesamtumsatz der Simba Dickie Group wuchs im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 702,3 Millionen Euro - allerdings geht der Großteil davon auf Zukäufe zurück. Rechnet man diese heraus, blieb der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau. Angaben zum Gewinn macht das Familienunternehmen generell nicht.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Simba Dickie trotz einer schwierigen Marktsituation eine erneute Umsatzsteigerung auf 725 Millionen Euro. 60 Prozent der Produktion befinde sich in China. Angesichts des Handelsstreits mit den USA und der politischen Lage in Hongkong stehe das infrage, sagte Unternehmenschef Michael Sieber. "Ich glaube, kurzfristig wird man China nicht so schnell ersetzen können." Langfristig wolle sich der Hersteller aber weniger abhängig von China machen und schaue sich deshalb nach Alternativen in Indien, Vietnam und Afrika um.

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