Die Firma Hittech Prontor aus Bad Wildbad fertigt Präzisionstechnik für den Weltmarkt – und darüber hinaus. CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus Mack machte sich ein Bild des Unternehmens.
Der Blick zum Himmel wird laut einer Pressemitteilung eventuell in Zukunft ein anderer sein. In vielen Satelliten steckt nämlich ein Stück Bad Wildbad – genauer gesagt: ein optomechanisches Bauteil der Firma Hittech Prontor, um hochauflösende Satellitenbilder zur ermöglichen.
Das 1902 gegründete Unternehmen ist auf Präzisionsmechanik, Medizintechnik und Optik spezialisiert. CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus Mack machte sich kürzlich ein Bild vom Unternehmen, teilt sein Abgeordnetenbüro mit.
„Die Eingliederung in die Hittech-Gruppe hat unsere Wettbewerbsfähigkeit enorm gestärkt. In internationaler Zusammenarbeit bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Systeme aus einer Hand – von der ersten Skizze bis zum Serienprodukt“, sagte Geschäftsführer Volker Kiefer im Gespräch mit dem CDU- Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt, Klaus Mack.
Als ehemaliger Bürgermeister von Bad Wildbad kennt Mack die Geschichte des Unternehmens gut, einschließlich der wirtschaftlichen Krise 2020. „Es ist beeindruckend, wie sich das Unternehmen nach der Restrukturierung entwickelt hat.
Die Stärke des Mittelstande im Nordschwarzwald
Bekannt geworden in den 1960er-Jahren mit Fotoverschlüssen, ist es heute ein wichtiger Akteur in der Medizintechnik und Halbleiterindustrie. Das zeigt die Stärke unseres Mittelstands, seine Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit. Das sichert Arbeitsplätze und gibt Hoffnung für die Zukunft“, sagte Mack.
Angesichts der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung sieht sich Hittech Prontor in der Halbleiterindustrie in einem wachsenden Markt.
Unsicherheiten und Zollpolitik bremsen aus
Doch die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen, besonders Unsicherheiten in der Zollpolitik, bremsen. „Die Chiphersteller sind zurückhaltend, in neue Fabriken zu investieren“, so Geschäftsführer Kiefer. Sollte der Markt wie prognostiziert anziehen, könnte Hittech Prontor in Calmbach die Produktionskapazitäten verdoppeln.
Auch im Medizinsektor eröffnen sich vielversprechende Wachstumschancen. „In einer älter werdenden Gesellschaft und angesichts medizinischer Fortschritte gewinnt die Medizintechnik an Bedeutung. Hier liegt großes Potenzial, aber auch viel Planungsunsicherheit“, so Kristof Kellermann, Key Account Manager bei Hittech Prontor.
Einheitliche EU-Regelung statt Pauschalverbot
Knackpunkt ist das geplante EU-Verbot für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS). „Stoffregulierung ist wichtig, aber ein generelles Verbot ist die Holzhammermethode und verursacht viele Kollateralschäden. Es geht um mehr als 10 000 Stoffe, die in vielen Industrieprozessen, die extreme Bedingungen erfordern, unverzichtbar sind“, sagte Wenko Süptitz, Leiter des Fachverbands Photonik beim Industrieverband Spectaris, dem auch Hittech Prontor angehört. Es gibt bereits Teilverbote, etwa für PFAS in Feuerlöschschaum. Weitere Bereiche werden geprüft.
„Eine einheitliche EU-Regelung ist essenziell. Statt eines Pauschalverbots sollte ein differenzierter, risikobasierter Ansatz verfolgt werden, der auf einer fundierten Bewertung der Risiken und Nutzen basiert. Auch muss geprüft werden, ob es geeignete Ersatzstoffe gibt“, sagte der Abgeordnete Mack.