Die Baden-Württemberger haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten den drittgrößten Teil bezahlt.
Stuttgart/Berlin - Die Baden-Württemberger haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten den drittgrößten Teil des Solidaritätszuschlags bezahlt. Wie aus einer Antwort auf eine Bundestagsanfrage der Linkspartei hervorgeht, flossen in dieser Zeit 30,9 Milliarden Euro von Stuttgart in den Bundeshaushalt.
Der „Soli“ zur Finanzierung des sogenannten Aufbaus Ost hat bis Ende vergangenen Jahres insgesamt rund 200 Milliarden Euro für den Bundeshaushalt gebracht, heißt es in der am Mittwoch vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Antwort.
NRW-Bürger zahlten bislang 46,1 Milliarden Euro
Den größten Anteil hatte mit 46,1 Milliarden Euro das bevölkerungsreichste Land Nordrhein-Westfalen. Das entsprach fast einem Viertel des Aufkommens seit 1991. Es folgten Bayern mit insgesamt 34,5 Milliarden Euro und Baden-Württemberg mit 30,9 Milliarden Euro. Die höchste Summe unter den östlichen Ländern steuerte Berlin mit 7,4 Milliarden Euro bei.
Für 2011 rechnet die Bundesregierung mit insgesamt 12 Milliarden Euro aus dem Solidaritätszuschlag; bis 2015 sollen die Einnahmen hieraus auf jährlich 15 Milliarden Euro steigen. Der Soli wird als Zuschlag auf die Lohn- und Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer sowie die Abgeltungsteuer erhoben. In den vergangenen Jahren forderten Politiker verschiedenster Couleur immer wieder die Abschaffung des Solis.