Bei Vollmond und klirrender Kälte erntete die Helfergruppe gegen 6 Uhr die letzten Gutedel-Trauben. Foto: zVg/Winzerkeller Auggener Schäf

Die Auggener Winzer freuen sich über die Eisweinlese bei knackiger Kälte.

Zwar ist die Weinlese des Winzerkeller Auggener Schäf im Grunde seit drei Monaten abgeschlossen und die ersten 2024er-Weine werden bald auf die Flasche gefüllt, doch in der Markgräfler Gutedel-Gemeinde wurden in den frühen Morgenstunden am 14. Januar noch einmal viele fleißige Hände im Rebberg gebraucht. Bei Vollmond und klirrender Kälte, aber warm eingepackt, erntete die Helfergruppe gegen 6 Uhr die letzten Gutedel-Trauben, die man speziell für diese verspätete Ernte in einem ausgesuchten Rebstück hängengelassen hatte.

 

Dauerfrost um minus acht Grad Celsius

Der erhoffte Dauerfrost mit Temperaturen um minus acht Grad Celsius ließ die Beeren hart gefrieren und ermöglichte es, die edelste Form des deutschen Weines einzubringen, heißt es in einer Pressemitteilung des Winzerkellers.

Trauben mit Mostgewicht von 160 Grad Öchsle

„Beachtliche 160 Grad Oechsle lassen eine edelsüße Rarität erwarten“, von der man im kommenden Jahr knappe 400 Liter anbieten könne, einen Teil davon in kleinen Eichenfässern gereift.

Sichtlich zufrieden zeigte sich Kellermeister Andreas Philipp nach der Lese, weiß er doch, dass bei zunehmenden Temperaturen im Winter eine solche Lese nicht in jedem Jahr möglich ist.