Mit einem erfrischenden Frühjahrskonzert versetzten die Musiker ihre zahlreichen Gäste in die Welt der Mythen und der Magie. Dabei ging es von El Dorado bis ins alte Ägypten.
Unter der Leitung des Dirigenten Mario Kaulke erklang am Samstag in der Festhalle in Schuttertal als Auftakt das Stück „The Land oft El Dorado“ von Francis McBeth. Es machte die Aufbruchsstimmung im sagenhaften Goldland in Südamerika musikalisch anschaulich. Im Anschluss folgte die „Peer Gynt-Suite Nr.1“ von Edvard Grieg in der Bearbeitung von Otto Zurmühle. Die Musiker der Trachtenkapelle Schuttertal ließen die Sätze in ihrer Dramatik hautnah erleben.
Temperamentvoll spielte die Trachtenkapelle außerdem „Black Orpheus“ von Luiz Bonfa, dem Altmeister brasilianischer Musik, der die antike Tragödie in die Slums von Rio de Janeiro verlegt hatte. Bei diesem Stück brillierte Jonas Hummel als Solist.
Mit einem Medley rund um Aladdin eröffnen sich magische Parallelwelten
Hinreißende Töne erklangen auch mit „Rise of the Unicorn“. Der Komponist Rossano Galante erzielte mit seiner Musik Welterfolge. Der Konzertmarsch „Viribus unitis“ (zu deutsch: „Mit vereinten Kräften“) des schlesischen Komponisten Josef Bach führte schwungvoll in die Herzkammer aller Musikvereine. Mit diesem opulenten Marsch erwies die Schuttertäler Kapelle ihren Jubilaren die gebührende Reverenz.
Magische Fantasiewelten öffneten sich dann beim „Aladdin Medley“. Die Musik von Alan Menker und Tim Rice zu den Disney-Filmen wurde von Hirockci Takahashi für Blasorchester arrangiert. Mit dem Titel „Braveheart“ von Janos Horner ließ die Kapelle die Zeit des englischen Königs Eduard I. in allen Facetten von Leidenschaft, Betrug und Mut lebendig werden. Diese Spannung erweckten die Musiker danach auch bei der Ouverture „Lawrence of Arabia“ von Maurice Jarre zum Leben. Film und Musik führen in jene Zeit, die die Grundlagen für die gegenwärtigen Tragödien im Nahen Osten legten.
Zum Abschluss erklingen die bekannten Soundtracks aus dem Batman-Film
Mit dem Werk „Rise Like a Phoenix“ von Michele Mangani wurde die ägyptische Sage vom Phönix, der jährlich aus der Asche neu ersteht, akustisch in Szene gesetzt. Die Solistin Helene Himmelsbach unterstrich mit ihrem Gesang die suggestive Wirkung dieser Klangwelten.
Die bekanntesten Soundtracks aus dem Film Batman arrangierte Toshiko Samaski zu einem abwechslungsreichen Medley. Damit ging das Frühjahrskonzert in der Festhalle mit einem großem Applaus zu Ende.
Ehrungen
Auf dem Konzert wurden auch mehrere Ehrungen vorgenommen: Ausgezeichnet für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Katharina Himmelsbach, Isabelle Himmelsbach, Diana Ohnemus, Stefan Vetterer, Michaela Wieseke und Iris Zehnle. Für 40 aktive Jahre gab es eine Ehrung für Stefan Schwörer. Geehrt wurde auch Anton Müllerleile, er ist seit zwölf Jahren Vorstandsmitglied. Zum Ehrenmitglied wurde Sibylle Killeweit ernannt.