Elmar Langenbacher (Mitte) mit der Grießhaber-Family, die seinen Auftritt musikalisch mit Schlagern aus den Siebzigern umrahmte. Foto: Alfred Moosmann

Humorvolle Erzählungen hab es beim Auftritt von Elmar Langenbacher im Tennenbronner Heimathaus zu erleben.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen freute sich das Heimathaus jüngst über einen mit rund 100 Personen voll besetzten Pfarrsaal.

 

Der Schwarzwälder Buchautor und Geschichtenerzähler Elmar Langenbacher war zu Gast. Im Gepäck hatte er seinen aktuellen Schwarzwald-Bestseller „Als Oma noch lebte. Eine Kindheit im Schwarzwald.“

Mit viel Humor und Mutterwitz erzählte Langenbacher im Dialekt frei und gestenreich von seiner Kindheit mit der Oma in den siebziger Jahren in Hornberg.

Waschen von Pumphosen

Vom „Dual-Plattenspieler“ war zu hören, der „Schönen Maid“, von Omas altem Emaille-Herd mit dem großen Topf drauf, in welchem sie ihre großen Pumphosen darin wusch. Mit einem großen Holzlöffel rührte sie im Topf. Danach gingen die „batschnasse Pumphose in ä Apparätle, mit so me runde Deckel mit Guggloch, unte en Abfluss, da hat Oma ä Schüssel druntergstellt“, so Langenbacher, „die Schleuder“. Und weil so eine Schleuder wackelt, habe Oma ihren Bubi oben drauf gesetzt.

Anschließend zog sie die Pumphosen an der Wäscheleine zum Hornberger Schlossberg.

So reihte Langenbacher unterhaltsam Erinnerung an Erinnerung. Erinnerungen, in welchen sich die Gäste auch wiederfanden.

Zumal Langenbacher viel Lokalkolorit erzählte, war er doch in Hornberg aufgewachsen. So war unter anderem vom „Windkapfwirt“ zu hören, der langsam hinter seiner Theke verschwand und mit Bierflaschen in der Hand ebenso langsam wieder aus dem Keller auftauchte.

Schlitten fahren im Winter

Im Winter band Langenbachers Vater den Schlitten an seinen Opel Rekord, die Mutter saß im Kofferraum, „wegen dem Grip für die Reifen“, so ging es hoch zum Windkapf.

Bei Langenbachers Frage, wie viel Personen in den Opel gepasst haben, ging den Gästen ein Schmunzeln übers Gesicht. Bei Langenbachers waren das bis zu zwölf. Den Opel polierte der Vater samstags auf der Straße, „dass jeder im Städtle gsehe hat, der Arbeiter Langenbacher hat’s gschafft, er fährt jetzt einen Opel Rekord“.

Langenbacher hatte zum Auftritt eigens seinen alten Oma-Sessel, die alte Oma-Tütenlampe und das Tischchen mitgebracht und schuf so von Anfang an ein heimeliges, passendes Ambiente.

Mit begeistertem Applaus wurde Langenbacher verabschiedet und signierte auf Wunsch danach noch manches erworbene Buch, das er an diesem Abend „mit Messerabatt“ anpries.