Der Musikverein Schweighausen überzeugte mit seinem Dirigent Simon Schmider. Foto: Axel Dach

Beim ersten Frühjahrskonzert der Kapelle freuten sich die Gäste über ein abwechslungsreiches Programm. Als Gast war der Musikverein Altdorf mit dabei.

Beide Kapellen zeigten, wie vielseitig Blasmusik klingen kann und teilten mit hörbarer Spielfreude ihrer große Leidenschaft für Musik mit den Gästen in der Bergdorfhalle. So wurde den Zuhörern ein gelungener Konzertabend geboten, der mit großem Applaus belohnt wurde.

 

Unter der Leitung von Dirigent Simon Schmider und moderiert von Amelie Striegel und Selina Kürz eröffneten die Schweighausener Musikerinnen und Musiker ihren Programmteil mit einem festlichen Auftakt. Die „Symphonic Sky-Fanfare“ von Lukas Polansky machte mit ihren kräftigen Blechbläserklängen und einem markanten Rhythmus sofort Eindruck.

Eigenkomposition des Dirigenten kommt gut an

Energetisch ging es mit der Konzertouvertüre „Where Eagles Soar“ von Steven Reineke weiter. Schöne Melodien und eindrucksvolle Steigerungen, die die Weite des US-Staates Maine beschreiben sollen, luden die Gäste zum entspannten Zurücklehnen ein.

Der „Police Academy March“, komponiert von Robert Folk, brachte die bekannte Melodie der gleichnamigen Kult-Filmreihe aus den 1980er-Jahren und gute Laune in die Bergdorfhalle. Gleich danach ging es im fröhlichen Dixieland-Stil mit „Caucho“ von Dick Ravenal noch einmal richtig lebendig zu.

Schwungvolle und slapstickartige Rhythmen, jazzige Klänge sowie Kevin Geiger als Solist auf der Posaune, sorgten für einen beschwingten Auftritt der Kapelle. Mit einer Eigenkomposition von Dirigent Schmider unter dem Titel „Kein schöner Land“, beendete die Schweighausener Musikkapelle ihren Programmteil. In dem Stück wurden Melodien verschiedener traditioneller Volkslieder wie „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, „Im Frühtau zu Berge“ oder auch „Kein schöner Land in dieser Zeit“, fröhlich und beschwingt thematisch angeschnitten. Den großen Applaus des Publikums belohnte die Kapelle mit zwei Zugaben.

Mehrere Mitglieder wurden im Verlauf des Abends geehrt. Foto: Axel Dach

Für viele musikalische Überraschungen hatte bereits der Musikverein aus Altdorf mit seinem Dirigenten Markus Obergföll im ersten Programmteil des Abends gesorgt. „Tribute to Roxette“, eine Hommage an das weltbekannte Pop-Duo aus Schweden, brachte mit Ohrwürmern wie „The Look“ oder „It must have been Love“ die 80er- und frühen 90er-Jahre in die Bergdorfhalle.

Kapelle wechselt vom Pop zum Hard Rock

Gleich darauf wurden die Gäste musikalisch in den Wilden Westen versetzt. Das Arrangement „Moment for Morricone“ aus weltbekannten Songs des großen italienischen Filmmusik-Komponisten Ennio Morricone, arrangiert von Johan de Meij, ließ den Charme der Italo-Western Klassiker wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Zwei glorreiche Halunken“ wieder aufleben.

Beim „Deep Purple Medley“ servierte das Altdorfer Orchester bekannte Songs der gleichnamigen britischen Rockband. Mit dem passenden Gesang von Lorena Sell, dem Schlagzeugsolo von Fabian Bühler sowie einem standesgemäßen Gitarrensolo von Benjamin Person wurden Klassiker wie „Highway Star“ oder „Smoke on the Water“ gebührend interpretiert. Mit großem Applaus belohnte das Publikum die Altdorfer.

Das erste Frühjahrskonzert der Schweighausener Kapelle, auch wenn es etwas mehr Publikum verdient hätte, war ein Erfolg. In der Pause sowie vor und nach dem Konzert sorgte der Verein mit Getränken und kleinen Speisen für das leibliche Wohl der Gäste, die noch gemütlich nach dem Konzert in der Bergdorfhalle verweilten.

Ehrungen

Geehrt wurden  Werner Singler (Ehrenmitglied), Michael Griesbaum, Matthias Zehnle, Ralf Striegel, Roland Kunz (40 Jahre), Katja Winterer, Josef Striegel (30 Jahre), Jonas Mellert, Simon Mellert (20 Jahre) sowie Ramona Singler (Goldene Ehrennadel des Blasmusikverband Ortenau).