Schüler bei ihrem Auftritt Foto: Freie Waldorfschule Balingen

Zu Gedichten und Musikstücken bewegten sie sich im Sinne der Eurythmie.

Unter dem Titel „Chor der Sterne“, nach einem gleichnamigen Gedicht von Nelly Sachs, bewegten sich Schüler der elften Klasse der Freien Waldorfschule Balingen zu verschiedenen Gedichten und Musikstücken auf der Bühne der Schule.

 

Schon beim Betreten des Raumes wurden die Zuschauer mitgenommen ins Thema, mit dem Space Song von der Gruppe Beach House. Der Vorhang öffnete sich für einen Text von Herbert Hahn über die Frage, wie der Mensch in Beziehung steht mit der Erde und den Sternen: „Erst wenn die Erde ein Stern ist, bin ich wahrhaft Mensch.“

Im titelgebenden Gedicht von Nelly Sachs, „Chor der Sterne“, beschreibt die Dichterin die Erde als eine „Blindgewordene“ unter den „Leuchtbildern des Himmels“ – sie meinte damit die dramatischen Ereignisse des zweiten Weltkriegs und des Holocausts. Sie ließ aber auch Hoffnung zu mit dem Schluss: „Einmal wird ein Sternbild Spiegel heißen, dann o Blinde, wirst du wieder sehen.“

Schüler stellen Inhalte dar

Es gelang den Schülern gut, die Inhalte der Texte durch die Bewegungen und Choreographien darzustellen und für die Zuschauer intensiver erlebbar zu machen. Die Romantik durfte auch nicht fehlen, mit dem Gedicht „Die Nachtblume“ von Joseph von Eichendorff, in Verbindung mit der „Fantasie impromptu“, opus 66, von Frédéric Chopin. Erstaunlich war das virtuose Klavierspiel eines Schülers.

Das Spektrum der Musikstücke reichte von Ludwig von Beethoven, 3. Satz aus der Sonate Pathétique, über eine Rhapsodie von Johannes Brahms, Wohlfühlmusik von Philip Glass bis zu Popsongs wie „For the Damaged Coda“, von Blonde Redhead und „Where is my mind“ von den Pixies, in einer eigens arrangierten Fassung für E-Gitarre, Klavier und Cello.