Mit „Bands on Stage“ schickt das Groove Lab, die Rock- und Pop-Klasse der Lahrer Musikschule, einmal im Jahr Kinder und Jugendliche mit ihren Instrumenten auf die Bühne.
Für einige der Bands war es der erste Auftritt – ungeachtet der Tatsache, wie lange es die Formationen schon gibt oder ob sie überhaupt einen eigenen Namen haben. Das ist eine Erklärung, warum Formationen mit ungewöhnlichen Bezeichnungen wie „Andi Band Di“ und „Andi Band Mo“ bei dem Konzert auf der Bühne standen. Die Gruppen benannten sich vorläufig nach den Lehrern und den mitunter abgekürzten Wochentagen. „Florian Band Mittwoch“ wird also von Florian Schmid mittwochs in der Musikschule betreut. Andi steht für Andreas Kopfmann.
„Andi Band Di“ existiert erst seit einigen Wochen, es war der erste Auftritt des Quartetts. Dafür war die Leistung ordentlich. „Band@“ hat da schon mehr Routine, wie Nick Wilhelm von der Rockwerkstatt erklärte. Die Combo ist sogar schon bei einem Konzert im Schlachthof zusammen mit dem Hauptact Dirty Deed aufgetreten, der AC/DC covert. Daher spielte die Band nun selbstverständlich „TNT“, einen Welthit der australischen Band.
Der Verein Rockwerkstatt unterstützt „Bands on Stage“ regelmäßig mit dem Equipment und dem Know-how im Schlachthof. Es gehört zum Charme dieses Formats, dass es auch mal Überschneidungen geben kann. Denn auch die „Jifgnp-Band“ hatte den Song „TNT“ im Repertoire. Allerdings kam er hier gleich ganz anders rüber. Zudem hatten die jungen Musiker auch ein Weihnachtslied im Programm, das sie stilecht mit Nikolausmütze zum Besten gaben.
Die Band Simplicity überzeugt mit dem Sound von Black Sabbath
„Simplicity“, eine Band, die nur aus jugendlichen Mädchen besteht, gelang derweil ein Coup mit dem Cover des Klassikers „Paranoid“ von Black Sabbath. Sängerin Annika schaffte es sogar, die Mischung aus blecherner Stimme und Meckern des erst kürzlich verstorbenen Frontmanns Ozzy Osbourne gut nachzuahmen – Chapeau! Eine andere Premiere feierte derweil „Florian Band Montag“: Sie treten künftig als „Royal Honk Machine“ auf die Bühne.
Insgesamt war es ein gelungener Abend für alle, die im Schlachthof auf der Bühne standen, und für die vielen Eltern, Lehrer oder Geschwister im Publikum.
Bis zum Ende dabei
Ein Kompliment beim diesjährigen Konzert „Bands on Stage“ gilt ausdrücklich den Eltern. Die meisten von ihnen blieben nämlich die vollen 90 Minuten und 20 Songs bis zum Ende mit dabei. Das hatte sich Nick Wilhelm ausdrücklich gewünscht, die Besucher sollten nicht sofort verschwinden, sobald die eigenen Kinder von der Bühne abgetreten waren, wie es in den vergangenen Jahren immer wieder der Fall gewesen sei.