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Aufträge über 1,5 Milliarden Euro? Minister aus Sri Lanka zu Besuch bei Stuttgarter Rettern

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Feuerwehr-Lagedienstführer Heiko Schroff (rechts) erklärt der Delegation aus Sri Lanka die Stuttgarter Rettungsleitstelle. Gesundheitsminister Rajitha Senaratne (Mitte) plant in seiner Heimat ein ähnliches System. Foto: Lichtgut - Oliver Willikonsky

Stuttgart. - Es ist ein außergewöhnliches Bild in der Rettungsleitstelle in Bad Cannstatt. Draußen steht ein schwarzer Luxusbus. Drin erklärt Lagedienstführer Heiko Schroff von der Stuttgarter Feuerwehr, wie in der Landeshauptstadt Notrufe entgegengenommen und weitergeleitet werden, wie viele Einsätze es gibt und wo die Schwierigkeiten mit den vielen Tunneln liegen. Um den Tisch reiht sich eine Gruppe Besucher in dunklen Anzügen. Eine Dolmetscherin übersetzt. Der Gast in der Mitte nickt. Es ist Rajitha Senaratne, der Gesundheitsminister des Inselstaats Sri Lanka vor der indischen Küste.

Senaratne und seine Delegation besuchen fünf Tage lang Deutschland. Und das in besonderer Mission. Das Land will einen modernen Rettungsdienst aufbauen – und dabei auf das System und auf Produkte aus Deutschland zurückgreifen. Der Minister besichtigt deshalb Leitstellen, Rettungswachen, das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden und diverse Hersteller auch aus der Stuttgarter Region.

Deutsches Konsortium hofft auf Vertrag

Die Ziele sind hochgesteckt. „Wir haben derzeit nur in zwei von neun Provinzen ein Ambulanzsystem“, sagt Senaratne. Das sei mithilfe der indischen Regierung geschaffen worden. „Wir wollen jetzt aber ein ausgefeilteres Rettungssystem für das ganze Land aufbauen“, so der Minister. Der Startschuss soll noch vor dem Jahresende fallen, das ganze Projekt bereits nach drei Jahren abgeschlossen sein. Was er bisher in Deutschland gesehen habe, gefalle ihm „sehr gut“.

Das werden die Gastgeber gern hören. Der Minister ist auf Einladung der Björn-Steiger-Stiftung aus Winnenden gekommen. Sie ist der Kopf eines Konsortiums aus deutschen Institutionen und Unternehmen, die die Pläne umsetzen wollen. Denn obwohl Sri Lanka nur etwa so groß wie Bayern ist – das Potenzial hinter dem Projekt ist enorm, auch für die hiesige Wirtschaft. Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger schätzt die nötigen Investitionen auf 1,5 Milliarden Euro, „um das System zum Laufen zu bekommen“. Dem Vernehmen nach geht es um 20 Luftrettungszentren, 24 Hubschrauber, 1050 Rettungswagen und 555 Rettungswachen. Vieles könnte aus Deutschland kommen.

Das Konsortium hofft darauf, dass noch in den nächsten Wochen Verträge unterschrieben werden – und danach in Sri Lanka Rettungsleitstellen entstehen, die dem Vorbild in Stuttgart ähneln.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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