Blick in die gut gefüllte Waldschulhalle, wo Bürgermeister Martin Buchwald (stehend mit Mikrofon) – mit dem neben Silke Buchwald sitzenden Calwer OB Florian Kling im Gespräch – gleich den ersten Programmpunkt, den Auftritt der Kindergärten aus den Ortsteilen Neuweilers ankündigen wird. Foto: Hans Schabert

Die Waldschulhalle war zum Auftakt der Veranstaltungen zu „2000 Jahre Neuweiler“ voll besetzt. Das Programm präsentierte sich mit Unterhaltung und Beiträgen zur Heimatgeschichte bunt gemischt und abwechslungsreich. Ein altbekanntes Lied erstrahlte bei dieser Gelegenheit indes ganz neu.

Es war allerhand geboten bei der gut besuchten Auftaktveranstaltung „2000 Jahre Neuweiler“ in der Waldschulhalle. Kindergarten, Chöre und volkstümliche Tanzeinlagen umrahmten ein der Historie der drei Dörfer Agenbach (Erstnennung 1423), Breitenberg (1323) und Neuweiler (1323) gewidmetes Programm. Den Auftakt machten nach der Begrüßung durch Bürgermeister Martin Buchwald die Kinderschüler, die für ein zusammen mit den Erzieherinnen einstudiertes Lied kräftigen Beifall erhielten.

Von Handy bis Kurbeltelefon

Anschließend ging das Ortsoberhaupt auf die Entwicklung der Technik ein und verfolgte von der Gegenwart zur Vergangenheit hin verschiedenste Entwicklungen. Vom Handy ging es zurück bis zum Kurbeltelefon, vom E-Bike zum Laufrad von Drais. Nur schade, dass wie auch bei den folgenden Vorträgen, das Bildmaterial schlecht bis gar nicht zu sehen war. Das Tageslicht und die zeitweilige Sonne auf der Leinwand waren stärker, als der Bildwerfer, bei dem es sich offensichtlich nicht um einen Tageslichtbeamer handelte.

Die Mischung aus Information und Unterhaltung setzte die Kindertanzgruppe des Schwarzwaldvereins fort. Umrahmt von Liedern des gemeinsamen Chors von MGV „Frohsinn“ Neuweiler und Sängerbund Rotfelden unter Leitung von Michael Kalmbach war der Vortrag von Professor Burkhart Oertel aus Neubiberg bei München, der sich um die Ortssippenbücher drehte.

Ein Stück menschlicheEntwicklung

Neuweilers Kirchengemeinden sind – teils über die Gemeindegrenzen hinaus reichend – mit solchen abgedeckt. Sie zeigten ein Stück menschlicher Entwicklung auf, enthielten nichts Politisches oder Wertendes, sagte der Autor. Mit der Christianisierung sei die Namensgebung und dadurch Identität entstanden.

Großen Beifall erhielt der Zylinderchor, der nicht nur die alten heimischen Lieder sang, sondern nochmals Teile der Geschichte in den Versen des Neuweiler-Lieds aufleben ließ. Da war die Rede von Neuweilers Falschmünzern des 16. Jahrhunderts, von den „Grombiere“ in Breitenberg oder von der Flucht des Grafen Eberhard 1367, der auf dem Weg von Wildbad nach Zavelstein in Agenbach Unterschlupf gefunden haben soll. In Text und Melodie eingepasst hatte alles Dieter Pfeiffer.

Durch verschiedene Volkstänze der Erwachsenen-Tanzgruppe des Schwarzwaldvereins Neuweiler führte Marianne Noe die Tänzer und unter Nennung von Hintergründen das Publikum.

Einen Vorgeschmack auf das Jubiläumsfest in Agenbach vom 16. bis 18. Juni gab Björn Rast mit kurzen Ausführungen, ehe Frieders Werkstattzupfer zum gemütlichen Teil überleiteten.