Nadja-Christine Reihle und die Spvgg Mössingen erlebten ein aufregendes Wochenende mit bitterem Ausgang. Foto: Reihle

Die Haigerlocherin Nadja-Christine Reihle war mit der Spvgg Mössingen bei der Regionalliga-Relegation dabei. Es reichte trotz starker Leistungen von Reihle aber nicht zum Aufstieg.

Am letzten Samstag fand, ausgerichtet vom SV Lohhof, in Unterschleißheim bei München die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südost (3. Liga) statt. Mit dabei war Haigerlochs Badminton-Crack Nadja-Christine Reihle, die sich mit der ersten Mannschaft der Spvgg Mössingen als Meister der Baden-Württemberg-Liga für die Relegation qualifiziert hatte.

 

Zwei Teams steigen auf

Die 17-jährige Kaderspielerin spielte stark, nach einem deutlichen Auftaktsieg für Mössingen kam es jedoch zu einem dramatischen Finale mit einem ganz bitteren Ende für das BW-Team. Neben Mössingen nahmen der SV Lohhof selbst als Bayrischer Landesmeister und die HSG DHfK Leipzig II als Vize-Sachsenmeister teil. Viertes Team war der Post SV Landshut als bester Absteiger der Regionalliga, es ging um zwei Plätze in der Regionalliga.

Der Spielmodus war jeder gegen jeden, somit waren an einem Tag drei komplette Partien zu absolvieren. Reihle war mit Team und Betreuern schon am Freitag angereist, um möglichst frisch und ausgeruht antreten zu können. Mössingen traf zuerst auf Leipzig, Reihle und ihre Doppelpartnerin, die ehemalige ukrainische Nationalspielerin Sofiia Malinina, zeigten wie die anderen Akteure zunächst große Nervosität. Gegen Marcia Mottarelli/Lotte Land fanden Reihle/Malinina nicht so richtig zu ihrem Spiel und unterlagen im dritten Satz mit 23:25. Im Dameneinzel konnte die Haigerlocherin dann besser mit dem spürbaren Druck umgehen, mit 21:8/21:11 siegte sie gegen Lotte Land mit sicherem variantenreichen Spiel. Mit dem Endergebnis von 6:2 landete das Mössinger Team am Ende einen klaren Sieg und übernahm die Tabellenführung, da sich die anderen beiden Mannschaften unentschieden trennten.

Gut in Schwung

Nach kurzer Verschnaufpause kam zum Duell mit Landshut. Reihle/Malinina ließen im Damendoppel gegen Sophia Weisensee/Anna Simonsen keine Zweifel aufkommen und siegten ungefährdet mit 21:17/21:13. Gegen die starke Tschechin Lucie Kolarova zeigte Reihle im Dameneinzel dann eine Galavorstellung und siegte nervenstark mit 21:13/25:23. Insgesamt stand es am Ende Unentschieden zwischen Mössingen und Landshut, drei knappe Dreisatzspiele gingen leider alle an die Bayern. Gleichzeitig besiegte Lohhof die Leipziger Mannschaft, aufgrund des Satzverhältnisses blieb Mössingen jedoch auf Platz eins.

Knapp gescheitert

Vor den abschließenden Begegnungen um 16 Uhr hatten alle Teams mit Ausnahme von Leipzig noch die Chance auf den Aufstieg. Gegen Lohhof, das in heimischer Halle auf die ohrenbetäubende Unterstützung zahlreicher Fans bauen konnte, entwickelte sich für Reihles Team ein nervenzehrender Krimi. Zahlreiche Fans fieberten auch bei einem spontan eingerichteten Livestream zuhause mit. Das Damendoppel gewann sie und ihre Partnerin gegen Birgit Walter/Sabrina Walter mit 21:9/21:6 wiederum klar. Und auch im Einzel ließ die Haigerlocher Gymnasiastin Jasmin Kuske mit 21:14/21:12 keine Chance. Trotzdem reichte es für ihr Team nicht, bei einem Unentschieden gegen Lohhof hätte Mössingen den Aufstieg geschafft. In zwei ganz knappen Dreisatz-Spielen konnten sich die Hausherren jeweils mit dem minimalsten Vorsprung von zwei Spielpunkten durchsetzen, Mössingen unterlag 3:5 und steigt damit nicht auf.

Weitere Turniere stehen an

Die Enttäuschung wie auch die physische und psychische Erschöpfung war nach der bitteren Niederlage groß. Bis zur im Oktober beginnenden neuen Saison muss man das Geschehen verarbeiten und sich neu sortieren. Für Reihle geht es die nächsten Wochen nun mit Turnieren in Mals (Südtirol), St. Louis (Frankreich) und Nürnberg weiter.