Einkaufen trotz verhängter Quarantäne – verwerflich und verboten. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Eine Geschichte, die ein Facebook-Nutzer jüngst gepostet hat, hat für Aufsehen gesorgt: Unter "Coronanews aus Schramberg" schrieb der Mann von einer Arzthelferin, die in einem Supermarkt in der Nordstadt einkaufen gewesen sei. Dabei habe sie eine Person erkannt, von der sie wisse, dass diese Corona-positiv getestet war – und sich somit eigentlich in Quarantäne befinden müsste.

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Schramberg - Mit Rücksicht auf den Datenschutz habe die Arzthelferin dies ohne einen Namen zu nennen dem Personal gemeldet, woraufhin die Markt-Leitung eine Durchsage getätigt habe, man wisse von einer Person im Laden, die in Quarantäne sein sollte. Diese Person solle den Einkaufswagen stehen lassen und sich zum Hinterausgang begeben. "Nach kurzer Zeit finden sich sieben Personen am Hinterausgang ein!", lautet die Pointe des Posts.

Angesichts dieser vermeintlichen Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitmenschen brach im Netz schnell ein Shitstorm wegen der sieben unbekannten Corona-Einkäufer los. Unsere Zeitung suchte das Gespräch mit der Leitung der genannten Supermarkt-Kette, um die Erzählung nachzurecherchieren – der stellvertretende Marktleiter lachte: "Ich hab’ von dieser Geschichte auch erst vorhin aus dem Internet erfahren, besser gesagt aus einer Whatsapp-Gruppe", sagte er. Es habe, da sei er sich sicher, weder eine solche Durchsage gegeben, noch würden in einem solchen Fall Personen durch die dauerhaft alarmgesicherte Tür im hinteren Bereich des Gebäudes geleitet.

Immerhin: Dieses Prozedere der Marktleitung – hätte es denn stattgefunden – sah die von uns auch angefragte Stadt Schramberg als eine in einem solchen Fall gut geeignete Maßnahme an, um mögliche Kontakte zu reduzieren.

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