Wenn der Post-Container in Dietingen zum Sorgenkind wird. Ein Schädlingsbefall soll seit Oktober behoben sein. Eigentlich.
Die Geduld der Dietinger Bürger mit ihrer Poststelle ist am Ende. Der Post-Container ist aufgrund von Schließungen und Schädlingsbefall mehr Frustquelle als Dienstleistung.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats verdeutlichte eine Bürgerin die Sorgen und erkundigte sich nach dem aktuellen Stand der Poststelle – insbesondere im Hinblick auf den wiederholten Schädlingsbefall.
Bürgermeister Felix Hezel zeichnete auf Nachfrage unserer Zeitung ein ernüchterndes Bild der aktuellen Lage. Der Container sei regelmäßig geschlossen. Wer vor der Tür stehe, finde meist nur handgeschriebene Zettel vor, die über Schließungen wegen Krankheit oder eines erneuten Schädlingsbefalls informieren.
Folgen für die Bürger
Besonders bitter: Obwohl im Oktober offiziell gemeldet worden sei, dass das Schädlingsproblem behoben sei, sei es seither bereits wieder zu Schließungen aus genau diesem Grund gekommen.
Die Folgen für die Bürger sind unpraktisch und zeitaufwendig. Pakete, die im verschlossenen Container „gefangen“ sind, können oft nicht abgeholt werden. In vielen Fällen müssen die Dietinger auf die Filialen in Rottweil oder Villingendorf ausweichen.
Ein Blick auf die einschlägigen Google-Rezensionen der Poststelle verdeutlicht die Wut der Kunden. Dort ist von „unfassbaren Zuständen“ und einer „erbärmlichen“ Situation die Rede. Ein Nutzer kommentierte vor kurzem frustriert: „Lieber fahre ich einige Kilometer weiter nach Rottweil und weiß wenigstens, dass die Filiale zuverlässig geöffnet ist.“
Packstation gefordert
Viele Bürger fordern in ihren Bewertungen bereits den Abzug des Containers und stattdessen die Aufstellung einer automatisierten Packstation. Felix Hezel steht nach eigenen Angaben im regen Austausch mit der Deutschen Post. „Wir sind uns der unhaltbaren Situation bewusst“, heißt es aus dem Rathaus. Die Deutsche Post habe signalisiert, dass sie bereits aktiv nach einem festen Mietobjekt in Dietingen suche, um die Containerlösung dauerhaft zu beenden.
Als kurzfristige Entlastung und zusätzliche Alternative hofft die Gemeinde zudem auf die baldige Installation einer Packstation.
Diese wäre, im Gegensatz zum Container, unabhängig von Personalmangel und Schädlingsbefall rund um die Uhr zugänglich.