Gebrannt hat es an dieser Stelle in der Lessingstraße bereits vor Jahren. Für Anwohner der Brandruine allerdings ist derzeit mächtig Feuer unterm Dach. Sie empfinden die Situation dort als unzumutbar.
Es war im Jahr 2022, als drei Häuser in der Schwenninger Lessingstraße gebrannt haben.
Zwischenzeitlich sind sie teilweise wieder errichtet worden, und auch Leben ist wieder eingezogen. Ein Problemhaus allerdings bleibt und stellt nach wie vor eine Ruine dar – und auch der Kreuzungsbereich Lessingstraße/Mutzenbühlstraße ist noch gesperrt. Die Geduld der Nachbarn scheint nun ausgereizt zu sein, sie fordern die Stadtverwaltung zum Handeln auf.
Stillstand seit Monaten
CDU-Fraktionssprecher Dirk Sautter nahm sich des Themas an und brachte den Missstand im Gemeinderat des Oberzentrums auf den Tisch.
Täglich blicken die Anlieger auf einen echten Schandfleck in Schwenningen. Die Nachbarn seien von der Gesamtsituation gebeutelt. Im Haupthaus wurde begonnen zu arbeiten, doch schon seit Monaten stehen diese Arbeiten still, während auf der Straße gefüllte Großcontainer stehen.
Ganz besonders negativ fällt die Gesamtsituation an Tagen wie diesen auf: Sturmböen mit starkem Wind in der Vorwoche – „da bläst es den Müll von der Baustelle in alle Himmelsrichtungen“, schilderte Sautter die Eindrücke, die ihm die Anwohner mitgegeben haben.
Kaum eine Handhabe
Vage in Erinnerung habe er, dass die Stadt bezüglich dieses Schwenninger Schandflecks schon tätig gewesen sei. Bürgermeister Detlev Bührer nickte – ein Rückbau sowie anschließender Neubau beziehungsweise eine Sanierung stünden hier an, bestätigte er. „Die Verfahren laufen, aber man kann es nicht beschleunigen“, gab er jedoch einigermaßen resigniert zu bedenken. Die Stadtverwaltung habe keine Handhabung, Tempo reinzubringen – „da haben die halt Zeit“. Eines aber, versprach er, könne die Stadt dann doch tun: darauf hinwirken, dass im Umfeld für Ordnung gesorgt wird. „Unbefriedigend, ich weiß“, musste auch Oberbürgermeister Jürgen Roth schulterzuckend einräumen.