Der FC Pfaffenweiler sorgt in der Landesliga für Begeisterung, doch rund um das Sportgelände gibt es zu wenige Parkplätze. Verein und Verwaltung suchen Lösungen.
Es ist ein vertrautes Bild an Heimspieltagen in Pfaffenweiler. Autos rollen im Schritttempo durch die schmalen Straßen rund um das Sportgelände, Fahrer suchen geduldig nach einer freien Lücke, während auf dem Platz bereits angepfiffen wird. Fußballbegeisterung trifft hier auf ein alltägliches Problem: Parkplätze sind Mangelware.
Sportlich sorgt der FC Pfaffenweiler in der Landesliga SBFV derzeit für viel Freude bei seinen Anhängern. Abseits des Rasens jedoch steht der Verein vor einer Herausforderung, die sich von Spiel zu Spiel verschärft.
Direkt am Sportplatz steht lediglich eine kleine Fläche zur Verfügung. „Dort gibt es höchstens 40 Parkplätze“, zeigt sich der erste Vorsitzende des FCP, Markus Hirt sehr verärgert über die Situation. „Bei Heimspielen oder die Jugendmannschaften im Einsatz sind, sind diese schnell komplett belegt.“
Eine naheliegende Lösung – die Erweiterung der Parkplatzfläche – scheidet aus. Das angrenzende Gelände steht unter Naturschutz, bauliche Maßnahmen sind dort ausgeschlossen. Damit sind dem Verein und der Gemeinde die Hände gebunden. Hinzu kommt eine weitere rechtliche Hürde, wie Ortsvorsteher Martin Straßacker erläutert: „Selbst wenn man über eine bauliche Lösung nachdenken würde, müsste dies mit der Stadt Villingen-Schwenningen abgestimmt werden. Gut zwei Drittel der Sportfläche gehören der Doppelstadt.“
Zwischen Fußball und Parknot
Entlastung versprechen die Parkplätze des benachbarten Tennisvereins – allerdings nur bedingt. „Wenn sich ein Tennismatch mit unserem Heimspiel überschneidet, verschärft sich die Situation erneut“, gibt Hirt zu bedenken. Eine dauerhafte Lösung ist das also nicht.
Der FC Pfaffenweiler versucht deshalb, mit organisatorischen Maßnahmen gegenzusteuern. Gästemannschaften werden bereits im Vorfeld über die Parksituation informiert. Viele reisen mit Sammelbussen an, zusätzlich erhalten sie Luftbilder, auf denen mögliche Parkflächen im angrenzenden Wohngebiet eingezeichnet sind. „Trotzdem bleibt es schwierig“, so Hirt. „Vor allem dann, wenn Straßen beidseitig zugeparkt werden.“
Ortsvorsteher Straßacker bewertet die Lage gelassener. Aus seiner Sicht gebe es im Ort ausreichend Parkmöglichkeiten. „Die Besucher können auch innerorts parken. Das eigentliche Problem ist, dass viele nicht bereit sind, ein paar Minuten zu laufen.“
Er spricht dabei aus eigener Erfahrung: „Ich parke meist im Ort und gehe zu Fuß zum Sportplatz – das ist wirklich kein weiter Weg.“ Zudem verweist Straßacker auf einen entscheidenden Punkt: „Ein zusätzlicher Parkplatz wäre mit enormen Kosten verbunden.“
Zwischen sportlicher Euphorie und infrastrukturellen Grenzen bleibt das Parkplatzproblem damit vorerst bestehen – und fordert von Verein, Ortsverwaltung und Besuchern gleichermaßen Kompromissbereitschaft.