Der arg ramponierte Wiesenweg und die Erddeponie waren Diskussionsthema im Gemeinderat. Foto: Herzog

Der Zustand der Erddeponie beim Hartplatz des Sportgeländes am Waldeck entwickelte sich in der Gemeinderatssitzung nochmals zum Diskussionsthema.

Eschbronn-Mariazell - Rat Fred Zehnder erinnerte, dass die Deponie deshalb eingerichtet worden sei, um Aushubmaterial von Baustellen der Gemeinde nicht auswärts entsorgen zu müssen. Damals sei auch besprochen worden, wie das kontrolliert werde. "Da haben Leute von auswärts bei uns billig ihren Dreck abgeladen. Die Deponie ist jetzt eigentlich voll, oder wollen wir da eine Skiabfahrtsstrecke einrichten?", fragte Zehnder spitz. "Das stimmt so nicht", hielt Bürgermeister Moser dagegen. "Es haben Firmen angefragt, ob sie Aushub von Baugruben privater Bauherren vom Baugebiet Hoberten abkippen dürfen. Die mussten bezahlen. Dafür fordern wir von dem Unternehmen an, wie viele Fuhren sie dem Bauherrn in Rechnung gestellt haben. Billig war das auf keinen Fall, sogar deutlich teurer als in anderen Kommunen. Der Gemeinderat hat damals den Preis festgelegt und da haben Sie mit abgestimmt", so Moser. Eine Kontrolle wie bei der Erddeponie in Hardt, wo eine Schranke rund 30 000 Euro gekostet habe, rechne sich bei der Größe in Eschbronn nicht. Ebenso wenig, wenn man jemanden beauftrage, der sich hinstelle und die Anfuhren zähle. Betrug sei leider immer möglich, räumte der Bürgermeister ein.

Zehnder ließ nicht locker und wollte wissen, wie der jetzt arg ramponierte private Wiesenweg wieder hergestellt werden solle. "So, dass keine Lastwagen durchfahren müssen", versicherte Moser. Der Wassergraben werde auch wieder hergestellt.

Rat Rainer Scheck drängte darauf, die Deponie bald zu schließen und den Weg zu reparieren. "Ich würde nicht so in den Hof fahren wollen", zeigte Scheck Verständnis für einen verärgerten Anlieger.

Es werde, so der Bürgermeister, nur noch abgewartet, bis die Erschließung im Wohngebiet Sternendachsbühl abgeschlossen sei. Danach werde mit einem Ingenieur die Deponie vor Ort besichtigt und ein Sanierungsvorschlag erarbeitet.

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