Eine Landkarte, die kürzlich beim SWR in Sachen Atomendmülllager erschien, verursachte Schnappatmung beim Bürgermeister. Es geht um die Region.
Bürgermeister Jonathan Berggötz gestand bei der Sitzung des Technischen Ausschusses, dass es bei ihm kürzlich zu Schnappatmung gekommen sei, als er eine auf Facebook am 4. November veröffentlichte Grafik des Südwest Rundfunks zu möglichern Atomendmülllagern zu sehen bekam.
Während im Land Rheinland-Pfalz keine Gebiete für die Endlagerung tauglich befunden wird, hält die staatliche Bundesgesellschaft für Endlagerung für Baden-Württemberg gleich fünf Regionen als geeignet.
Die Karte des SWR suggeriert bei erster Betrachtung, dass neben Baden-Baden, Heidelberg, Freudenstadt und Ulm auch Bad Dürrheim als Atomabfalllagerstätte geeignet wäre. Die fünf Orte sind in der Karte namentlich aufgezeichnet. Obendrein ist im blauen Hintergrund des Kartenabbildung ein umgekipptes gelbes Fass mit Atommüll in eine große Pfütze umgefallen liegend zu sehen – wohl überlegt normativ dort eingestellt.
Bad Dürrheim als Orientierungspunkt auf der Karte
Beim genaueren Anschauen der Grafik sind die Städte indes offensichtlich nur als grobe Orientierung angegeben, während angrenzende blaue Flächen die tatsächlichen Möglichkeiten für Endlagerungen aufzeigen.
Berggötz sieht daher im nahen Schwarzwald die Region um St. Georgen gemeint. Für weitere nähere Information zum Thema kann das Landratsamt die Anlaufstelle sein. Beim Besuch der Webseite der Bundesgesellschaft für Endlager können per Navigator exakt mit Postleitzahlensteuerung die bundesdeutschen Orte angeklickt werden und über Eignung nachgefragt werden. Für 78073 Bad Dürrheim wird dann als BGE-Bearbeitungsstand angezeigt: „Prüfschritt zwei, nicht bestanden (geringe Eignung)“.