Ob mögliche Schulschließung oder Feuerwehrhaus: Unser Leser Siegfried Schott wundert sich über die aktuellen Vorgänge in Albstadt.
Kaum glauben konnte ich, was ich aus der Presse erfahren habe: Bei Ortschaftsrats-Sitzungen am Montag in Onstmettingen, Margrethausen, Lautlingen und Laufen standen die Themen Schulschließungen, respektive ein zentrales Feuerwehrhaus für das Eyachtal auf der Tagesordnung.
Davon abgesehen, dass die Schulschließung in Onstmettingen erst auf Intervention des Ortschaftsrates öffentlich behandelt wurde und das neue Feuerwehrhaus überraschend in Margrethausen auf die Tagesordnung kam, ist der ganze Vorgang ein Armutszeugnis für die Verwaltung.
Vorhaben, die die Interessen der Bürger in den Ortsteilen elementar berühren und die mit massiven Veränderung verbunden sind, müssen mit ausreichend Zeit und viel Fingerspitzengefühl in den Ortschaften vorberaten werden.
Fühlen sich Ortschaftsräte und Bürger derart überfahren, wächst automatisch Widerstand gegen solche Maßnahmen. Völlig unverständlich und für die Betroffenen nicht nachvollziehbar, ist die Abwesenheit der kompletten Verwaltungsspitze in derart brisanten Sitzungen.
Maßnahmen mit zeitlichem Vorlauf erklären
Nichts gegen die beauftragten Personen und Mitglieder der AG Gebäudebestandsoptimierung, aber die Planung im Vorfeld derartiger Sitzungen muss es möglich machen, dass sich die Verwaltungsspitze stellt, sei es durch Verschiebungen der Sitzungen oder spätere Behandlungen im Gemeinderat.
Ohne die Notwendigkeit verschiedener Einschnitte und Veränderungen in Frage zu stellen, besteht die Verpflichtung der Verwaltungsspitze, wichtige Maßnahmen mit dem erforderlich zeitlichen Vorlauf zu erklären und sich auch unangenehmen öffentlichen Diskussion zu stellen.
Alles andere dient dem weiteren Vertrauensverlust der Bürger, auch in die Lokalpolitik.
Siegfried Schott Albstadt-OnstmettingenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.