Der Vorsitzende Gerhard Melber (Zweiter von links) bedankt sich bei Christine Bantle (von links), Inge Burkhart und Reinhold Morawec für ihr Engagement beim Tourismusverein. Foto: Wagner

Ende Mai 2022 fällt die Entscheidung. Wenn sich dann keine Nachfolger für den Vorsitzenden, den Kassenprüfer und die Kassiererin gefunden haben, droht eine Auflösung des Tourismusvereins.

Oberndorf – Von zwei ruhigen Jahren berichtete Gerhard Melber in seiner Funktion als Vorsitzender des Oberndorfer Tourismusvereins bei der Hauptversammlung in der Beffendorfer "Traube". Nur ein sehr kleiner Kreis von treuen Mitgliedern hatte sich hier zusammengefunden, um die letzten beiden Jahre Revue passieren zu lassen und sich mit der Zukunft des Vereins zu beschäftigen.

Finanzielle Hilfe reduziert

Melber teilte mit, dass man derzeit keine Veranstaltungen mehr durchführe, keine Einnahmen mehr habe und man deshalb den Betrag für die Unterstützung der Meisterkonzerte von bisher jährlich 750 Euro auf 250 Euro reduzieren musste. Auch habe man im vergangenen Jahr über eine Kooperation mit dem Ortschaftsrat Altoberndorf in Sachen "Belebung des Neckartalradweges" nachgedacht.

Das von Guerlio Peralta Portal "neckar.online" werde regelmäßig gepflegt und auch sehr gut angenommen. Zudem sei eine Telefonleitung für Besucher des Portals eingerichtet worden.

Inge Burkhart präsentierte eine nach Ansicht des Kassenprüfers Reinhold Morawec einwandfrei geführte Kasse. Auf die anstehenden Neuwahlen verzichtete der Vorsitzende. Er hatte bereits bei den vergangenen Wahlen erklärt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, und auch Kassiererin Inge Burkhart, Kassenprüfer Morawec und Beisitzerin Christine Bantle wollen nicht mehr weitermachen.

Der stellvertretende Vorsitzende Guerlio Peralta und Martina Peralta als Schriftführerin schlugen vor, dass der jetzige Vorstand kommissarisch den Verein bis Ende Mai 2022 weiterführen soll. Wenn bis dahin die vakanten Ämter nicht besetzt werden könnten, müsse man wohl über eine Auflösung des Vereins nachdenken. Diesem Vorschlag schloss sich der Vorstand an.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, würde ein sehr rühriger Verein aus dem Stadtbild Oberndorfs verschwinden. Viele werden sich noch an die vom Tourismusverein organisierten Silvesterbälle, unzählige Stadtfeste und auch an die jährlichen Radwandertage am 1. Mai erinnern.