Ina Wörner aus Donaueschingen schreibt Songs, singt und spielt Gitarre und Klavier. Ihr erstes Lied hat die 20-Jährige im Internet unter ihrem Künstlernamen Ina Moment veröffentlicht. Foto: Michael Sakellaris

Die Musikerin Ina Wörner aus Donaueschingen veröffentlicht „Over“. Was die 20-Jährige dazu inspirierte.

„Wenn ich nicht weiß, wohin, oder wenn ich über irgendwas total viel nachdenke, setze ich mich ans Klavier oder an die Gitarre“, sagt Ina Wörner über ihre Leidenschaft zur Musik.

 

Die 20-Jährige aus Donaueschingen sang schon als Kind gerne, lernte mit sechs Jahren Klavierspielen und begleitete ihren Vater, der Schlagzeug spielt, bei Proben und Konzerten. Mittlerweile hat sie sich Gitarre beigebracht und schreibt auf Englisch eigene Songs.

Ende Februar hat sie ihr erstes Lied „Over“ veröffentlicht. Unter ihrem Künstlernamen Ina Moment, angelehnt ans Englische „in a moment“, verbindet Wörner ihre Musik mit der Idee, im Moment zu leben. Sie schreibt über das, was sie selbst erlebt hat, und verarbeitet so ihre Gefühle.

Nur echte Instrumente

In ihrer Debütsingle geht es um das Phänomen des Ghostings – also den plötzlichen Kontaktabbruch einer Person ohne Erklärung – das sie nach einer gescheiterten Beziehung erlebte. „Es geht darum, es leid zu sein, auf Anrufe oder Worte einer Person zu warten, die nicht kommen“, sagt Wörner. Der Song handelt davon, schließlich den Mut zu finden, aufzuhören zu warten und stattdessen seinen Weg alleine zu gehen.

Wörner beschreibt „Over“ als klassischen Pop-Song, aber „weniger produziert“. Sie habe nur echte Instrumente verwendet, keinerlei Computersounds. „Dafür will ich als Künstlerin auch stehen, für ehrliche Texte mit Sinn und ehrliche Musik mit echten Instrumenten.“ Die Veröffentlichung nach knapp einem Jahr des Entstehungsprozess fühlt sich für die junge Musikerin befreiend an. „Man gibt natürlich etwas von sich preis“, sagt sie. „Gleichzeitig ist es schön, weil Leute das Gefühl vielleicht nachempfinden können und ihnen das Lied weiterhilft. Ich hoffe, dass das so bei den Menschen ankommt.“ Das Feedback ist bisher jedenfalls positiv.

Vater ist große Unterstützung

„Mir schreiben über Instagram viele Leute, auch von früher, wie sehr ihnen der Song gefällt“, erzählt Wörner. Auch Familie und Freunde seien stolz und eine große Unterstützung, vor allem ihr Vater. „Ohne meinen Papa wäre ich nie so wie jetzt bei der Musik“, sagt die 20-Jährige. Sie liebe es, mit ihm und anderen Personen zu jammen, also spontan Musik zu improvisieren. Aber auch ihren Freunden sei sie dankbar, dass diese sie sogar aktiv bei der Produktion unterstützten. „Over“ wäre ohne sie nicht möglich gewesen, sagt sie. Momentan nutzt Ina Wörner die Zeit nach ihrem Abitur zum Reisen und zum Arbeiten. Bis Anfang April gibt sie in Österreich Skiunterricht.

Zwei neue Lieder in Arbeit

Ihre musikalische Karriere will sie auf sich zukommen lassen, ein ganzes Album plant sie derzeit nicht. Trotzdem weiß sie, dass sie das Musikmachen weiterverfolgen will. „Ich merke, wie ich darin aufgehe. Sobald ich auf der Bühne stehe, fühle ich mich wohl.“ An zwei neuen Songs arbeitet die 20-Jährige.

Auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie ihre musikalische Reise. Aktiv planen, bekannter zu werden, will sie aber nicht. „Den Druck will ich mir nicht machen“, sagt sie. „Ich mache einfach weiter. Und wenn ich in den nächsten Jahren eine eigene kleine Community aufbauen könnte, die meine Musik gut findet, wäre das toll.“

Der Weg zu „Over“

Die Aufnahme:
Im Februar 2025 schrieb Ina Wörner „Over“ am Klavier. Zur Aufnahme kam es eher zufällig. Für ihren Abiball gründete sie mit befreundeten Mitschülern eine Band und übernahm den Gesang. Ihr Vater schenkte ihr kurz darauf einen Gutschein für einen Tonstudio-Besuch. Luca Meyer, Oskar Scheib und Nicola Jung, drei von Wörners Freunden und Bandkollegen, halfen ihr bei der instrumentalen Umsetzung von „Over“ und spielten bei der Studioaufnahme vergangenen Oktober Gitarre, Bass und Schlagzeug. Der Song ist unter anderem bei Spotify und auf Amazon Music unter „Ina Moment“ zu finden.