Der Gesangverein „Frohsinn“ Kaltbrunn lädt zu seinen Theateraufführungen am Samstag und Sonntag, 22. und 23. November, in den Klostersaal Wittichen ein.
Theater spielen hat beim „Frohsinn“ Kaltbrunn große und vor allem lange Tradition. Seit nunmehr 78 Jahren stehen Laienschauspieler des Gesangsvereins auf der Bühne und möglicherweise schon vor dem zweiten Weltkrieg. Falls Letzteres doch nicht der Fall wäre, findet am Samstag und Sonntag, 22. und 23. November, die 76. Auflage statt.
Dreimal musste bisher eine Theateraufführung abgesagt werden. Aber nicht, wie bei vielen anderen Vereinen hauptursächlich aus Spielermangel. 2011 infolge gleich zweier Todesfälle innerhalb der Familien zweier Mitwirkenden und 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie. „Mitwirkende Akteure hatten wir immer genug. Wenn welche ausgeschieden sind, oder eine Pause einlegen wollten, hatten wir immer entsprechend Ersatz oder Nachwuchs, der neu hinzu“, freut sich die seit vielen Jahren Regie führende Franziska Breithaupt über die Bereitschaft und Begeisterung.
Neue Souffleuse
Ihr Debüt als Souffleuse wird Verena Harter geben. Aus der Vereinschronik ist zu entnehmen, dass bisher 85 Theaterstücke aufgeführt wurden. Denn es gab Zeiten, in denen an einem Abend zwei oder gar drei Einakter gespielt wurden. Seit mehreren Jahrzehnten wird jedoch Theaterstücken mit drei Akten der Vorzug gegeben. So auch bei der diesjährigen Aufführung mit dem Titel „Wenn Oma aus Mallorca kommt“. Wie immer wurde mit den Proben Anfang September im Klostersaal begonnen. Seither trafen sich die Theatergruppe 15-Mal, weitere fünf Proben werden noch bis zum ersten Auftritt hinzukommen.
Bei Knabbereien, Süßigkeiten und Getränken steht der Spaß immer im Vordergrund. Da wird gerne mal eine Textpassage des Kollegen aufgesagt, nur um dessen Aufmerksamkeit zu testen. Und ähnlich wie bei Dreharbeiten im Fernsehen wird eine Passage so oft wiederholt, bis die richtige Szenenkomik und Pointe „im Kasten“ ist.
Überraschende Wendungen
Bei dem heiteren Lustspiel des Autoren Torsten Schmidt handelt es sich um eine humorvolle wie spannende Mischung aus Komödie, Situationskomik und überraschende Wendungen, bei der die Besucher wieder genug Gelegenheiten zum Lachen und Schmunzeln haben und bestens unterhalten werden. In dem Schwank geht es um einen vermissten und totgeglaubten Opa, der mit den Worten „ich geh mir mal eine Schubkarre leihen“ wie vom Erdboden verschluckt spurlos verschwunden ist.
In tiefer Trauer zieht dessen Gattin Oma Gerlinde auf die Partyinsel Mallorca, um ihr Witwe-Leben zu genießen. In Briefen kündigt sie mehrfach ihr Kommen bei Tochter Hilde und Enkelin Betty an, doch Schwiegersohn Hannes fängt die Post ab und versteckt sie unter seinem Bett. Blöd nur, dass Putzfrau Aishe die Briefe findet und bevor Hannes dazu eine Erklärung abgeben kann, steht Oma Gerlinde auch schon vor der Haustür.
Da lässt sich das Chaos nicht mehr verhindern. Die Vorstellungen beginnen am Samstag um 19 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr.