Den auf den Absperrband geforderten Abstand hält jeder gerne ein – der Geruch, der aus der Auferstehung-Christi Kirche strömt, ist unerträglich. Foto: Otto

Wer hätte das gedacht: Der Marderbefall in der Auferstehung Christi-Kirche hat es inzwischen sogar bis zur Tagesschau geschafft. Wir waren erneut vor Ort.

Kleines Tier mit riesiger Wirkung: Ein Marder hat nicht nur für eine Komplett-Sperrung der Auferstehung-Christi-Kirche gesorgt, er macht jetzt auch bundesweit Schlagzeilen.

 

Von dem Ruhm bekommt das Tierchen freilich nichts mit, allein schon deshalb, weil es mutmaßlich irgendwo in der Lüftung der Kirche verendet ist – was für einen unerträglichen Gestank sorgt. Möglich ist auch, so heißt es von Seiten der Gemeinde, dass der Marder Aas eingeschleppt hat und dieses für den Verwesungsgeruch sorgt.

Gleich neben Friedrich Merz

Dass nun ein Marder seit mehr als einer Woche eine Kirche in Rottweil lahmlegt – worüber unsere Redaktion zuerst berichtet hatte – das hat über die Region hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Und tatsächlich greift auch die Tagesschau das Thema auf. Auf dem Instagram-Kanal der Nachrichtensendung findet sich der Marder, dessen Gestank jeden vertreibt, zwischen Friedrich Merz und dem Rentenstreit und Klimaschutz in Kopenhagen wieder.

In Sachen „Likes“ hat der Kirchen-Marder jedenfalls in diesem Vergleich die Nase vorn – 64 700 rote Herzen und 278 Kommentare hat der Beitrag bei der Tagesschau inzwischen geerntet. In Anbetracht eines mutmaßlich toten Marders in Zusammenhang mit dem Begriff Auferstehung reiht sich hier ein Wortspiel ans andere – und er wird in den Kommentaren gar zum heiligen St. Marderius ernannt. Andere wiederum versichern, für einen guten Ausgang beten zu wollen.

Kirche weiter gesperrt

Vor Ort ist die Lage derweil weitgehend unverändert: Der Kircheneingang ist weiter mit rotem Band abgesperrt – die Türen weit geöffnet, um den Verwesungsgeruch hinauszulassen. Und allein schon an der Tür sorgt der Gestank dafür, dass man auch ohne Absperrband freiwillig keinen Schritt weitergehen würde.

In der Auferstehung-Christi-Kirche kann bis auf Weiteres kein Gottesdienst stattfinden. Es wird auf andere Orte ausgewichen. Foto: Otto

Eine schnelle Lösung des Problems ist nicht in Sicht, das verwesende Tier konnte nicht gefunden werden. Man setzt aktuell darauf, dass sich der Geruch irgendwann legt – was noch Wochen dauern kann. Ob der berühmte Marder auch noch an Weihnachten die Pläne durcheinander bringt, wird sich zeigen.