Seit Tagen kursieren Prognosen eines verheerenden Wintereinbruchs. Am Freitagabend soll es den Kreis Calw treffen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall und Sturm.
Das Tauwetter am Freitagmorgen schien darauf hinzudeuten, dass der Kreis Calw vielleicht doch vom angekündigten Winter-Unwetter verschont bleibt. Genau das war jedoch bereits vorab angekündigt worden: erst wärmer, dann wieder kälter – und Schnee mit Sturmböen.
Am Freitag kurz nach Mittag trafen dann die Warnmeldungen ein.
Im Zeitraum von Freitag, 9. Januar, 18 Uhr, bis So, 11. Januar, 0 Uhr (also bis zum späten Samstagabend), warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor starkem Schneefall oberhalb 600 Metern – mit Mengen zwischen 20 und 40 Zentimetern; in Staulagen sei sogar mit bis zu 50 Zentimetern zu rechnen.
Die Schneefallgrenze sinke jedoch bis in tiefe Lagen herab, verbreitet werde es glatt.
Westlicher Landkreis Calw besonders betroffen
Besonders betroffen ist demnach der westliche Landkreis Calw – also etwa Neuweiler, Simmersfeld, Dobel, Bad Herrenalb, Höfen, Enzklösterle, Bad Wildbad, Altensteig und Egenhausen. Das bedeutet jedoch nicht zwingend, dass andere Städte und Gemeinden im Osten des Landkreises verschont bleiben.
Der DWD spricht von Gefahr für Leib und Leben durch geschlossene, hohe Schneedecken, eingeschränkte Mobilität bis hin zu blockierten Verkehrswegen und Glätte sowie oftmals stark eingeschränkte Sichtweite.
Die Handlungsempfehlungen des Wetterdienstes: Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden, Verhalten im Straßenverkehr anpassen, auf Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen/Schließungen einstellen, notfalls Fahrweise anpassen.
Und, für alle, die unterwegs sind: möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen.
Auch Warnung vor Sturmböen bis zu 100 Kilometern pro Stunde
Bis 20 Uhr an diesem Freitag gilt zudem eine amtliche Warnung vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 85 Kilometern pro Stunde. In exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen bis 100 Kilometern pro Stunde gerechnet werden.
Ab 20 Uhr und bis Samstag, 12 Uhr, treten laut DWD dann zumindest oberhalb 800 Metern noch Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 Kilometern pro Stunde auf, in exponierten Lagen bis 80 Kilometern pro Stunde.