Zurzeit werden die Gräben für die Fundamente der Klassenraum-Container ausgehoben. Foto: Fritsche

Die Arbeiten an der Schramberger Berneckschule für den neuen Container-Anbau sind in vollem Gange. Anfang Oktober sollen die Schüler einziehen können.

Ursprünglich sollten die Containermodule für vier Klassenräume schon zum Schuljahresbeginn im September fertiggestellt sein. Hochbau-Abteilungsleiter Thomas Müller hatte aber schon im Ausschuss Umwelt und Technik im Juli darauf hingewiesen, dass die für die Nutzung unverzichtbaren Brandschutztüren eine Lieferzeit von sechs bis zehn Wochen hätten. Am Montag bestätigte Müller auf Anfrage unserer Redaktion, dass der Container-Anbau jetzt Anfang Oktober fertiggestellt sein soll, voraussichtlich in der 41. Kalenderwoche, wenn alles wie vorgesehen vorangeht.

 

Übergangslösung nötig

Zur notwendigen Übergangslösung erklärte Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch: „Beim ‚Goodwill‘ aller Beteiligten bekommen wir für die zwei, drei Wochen eine Lösung hin.“ Diese werde von der Stadt zusammen mit Schulleiter Karsten Krawczyk und seinem Team abgestimmt. „Natürlich wird es eng, aber dass wir das Ziel vor Augen und schon fast erreicht haben, das hilft.“ Nicht nur steigende Schülerzahlen, sondern die vom Gesetzgeber gewollte und von der Stadt zu organisierende, verpflichtende Ganztagsbetreuung von Schülern hätten zu dieser Lage geführt.

Laufende Arbeiten

Zur Zeit werden, wie ein Vororttermin zeigt, als vorbereitende Arbeiten Gräben für das Fundament der Container ausgehoben. In der nächsten Woche soll die eigentliche Fundamentierung erfolgen. Die Module selbst würden, so die Stadt, nach Angaben des beauftragten Unternehmens in der zweiten Septemberwoche geliefert.

Wenn die Module aufgestellt sind, folgten Elektro-, Heizungs-, Sanitär- und Blitzschutzarbeiten, die Erfüllung von Brandschutzauflagen und eine Erweiterung der Fahrradabstellplätze. Nach der baurechtlichen Abnahme und der Einrichtung mit dem neuen Mobiliar könnten die Schüler dann einziehen.

Auch die lange geforderte und 2021 genehmigte ELA (elektrische Lautsprecher-Warnanlage) werde parallel dazu in der Berneckschule installiert.

Drängende Raumnot

Bislang mussten Schüler und Lehrer der Berneckschule mit einer schwierigen Raumsituation leben: So hatten zum Beispiel zwei vierte Klassen keine Klassenzimmer. Weil sie ins Gymnasium ausweichen mussten, aber Pause bei der Berneckschule hatten, verloren die Schuler durch die Wege auch Unterrichtszeit.

Außerdem fehlten für die Ganztagsbetreuung Räume für Bewegung und Ruhe. Und ohne eine eigene, aber schon seit vielen Jahren angekündigte Mensa gab es Mittagessen im Dreischichtbetrieb in einem ehemaligen Klassenzimmer. Für die ersten beiden Klassen wurde es vorgeschnitten, damit es schneller ging.