Die Nachricht hat aufgeschreckt: Der Schaeffler-Konzern baut 1300 Stellen ab, davon 1000 in Deutschland. Betroffen ist der Standort Bühl, nicht aber das Lahrer Werk.
Lahr – "In Bühl geht es darum, Überkapazitäten in der Sparte Automotive Technologies abzubauen", sagte die zuständige Sprecherin Annett Fischer auf LZ-Anfrage. Das bedeute insbesondere einen Kapazitätsabbau in zentralen Funktionen im Bereich Forschung und Entwicklung für Verbrennungsmotoren. "Grund dafür ist, dass Automobilhersteller ihre Entwicklungsaktivitäten für Verbrenner kontinuierlich reduzieren, was auch bei Schaeffler zusätzliche Anpassungen erforderlich macht", so Fischer. Gleichzeitig stärke Schaeffler den Standort Bühl mit gezielten Maßnahmen in der E-Mobilität.
200 Stellen in Bühl werden abgebaut
Zahlen wollte Schaeffler nicht nennen. Laut dem Betriebsrat in Bühl werden rund 200 von 1300 Stellen bis 2026 abgebaut.
Lahr sei nicht betroffen, da es keine Forschung und Entwicklung für Verbrennermotoren gebe, so Fischer.
Weniger Forschung für Verbrennermotoren
Die 1300 Stellen sollen in den Unternehmensbereichen Motor-/Getriebesysteme und Lager, der Sparte "Automotive Technologies" sowie innerhalb der Zentralfunktionen des Unternehmens werden, hat der Schaeffler-Vorstand in Herzogenaurach beschlossen. Knapp drei Viertel entfallen auf Stellen in der Verwaltung sowie im Bereich Forschung und Entwicklung für Verbrennungsmotoren, der Rest auf die Produktion. In Deutschland sind neben Bühl Herzogenaurach und Homburg betroffen.