Raketen auf Gebäude und Menschen: Die Stadt hat Strafantrag gestellt. Foto: Soeren Stache/dpa

Ein Maßnahmenkatalog soll rücksichtslose Silvesterböllerei in Rheinfelden Einhalt gebieten.

In der Silvesternacht wurde am Oberrheinplatz in Rheinfelden mit Böllern und Raketen auf Gebäude und sogar auf Menschen geschossen. Dieser Vorfall zieht Konsequenzen nach sich.

 

Zum einen wurde von der Stadtverwaltung Strafantrag gegen die Täter gestellt – das Ganze liegt nun bei der Staatsanwaltschaft. Zum anderen wurde vom Ordnungsamt der Gemeinde ein Maßnahmenkatalog beschlossen, welcher solche Vorkommnisse zukünftig zumindest stark einschränken soll. Ordnungsamtsleiter Dominic Rago orientierte an der jüngsten Gemeinderatssitzung über diese Maßnahmen, welche von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt schon unmittelbar nach Bekanntwerden propagiert worden waren. Dieser bekräftigte seine Ansicht nochmals: „Es kann nicht sein, dass Menschen, die von einem öffentlichen Fest friedlich heimgehen wollen, beschossen werden!“

Zum Einen ist ein Verbot von Pyrotechnik im öffentlichen Raum geplant, ein Verbot, das dann nicht nur Raketen, sondern wohl auch die meisten reinen Böllerartikel betreffen soll. Ob dieses Verbot lediglich für öffentliche Veranstaltungen auf öffentlichem Grund gelten wird oder allgemein für sämtliches öffentliche Gelände, also auch für Straßen und Bürgersteige direkt vor der Haustür, wird noch geprüft.

Der örtliche Ordnungsdienst wird Kontrollen durchführen und dabei durch einen privaten Sicherheitsdienst verstärkt werden. „Wir werden die bekannten Hotspots angehen“ so Rago.

Ein gänzliches Böllerverbot, wie es vor allem auch Tierschützer fordern, wird es dagegen nicht geben. „Es ist illusorisch zu glauben, dass Leute wie jene, die für das, was in der Silvesternacht am Oberrheinplatz passiert ist, verantwortlich zeichnen, sich durch ein solches Verbot abschrecken lassen“ meinte Dieter Wild von der CDU.