So sieht ein typischer Padelplatz aus. Foto: Malopez 21

Die alten Tennisplätze beim SC Orschweier sind Geschichte. Ein junges Team baut dort eine kommerzielle Anlage für Padel-Tennis. Mitinitiator Steffen Rothman erklärt das Geschäftsmodell – und was es so besonders macht.

Es herrscht Betrieb neben dem Fußballfeld des SC Orschweier. Ein vierköpfiges Team hat sich zusammengetan, um dort, wo früher ein Tennisplatz war, einen Padelplatz zu bauen. Die Sportart Padel kennt in Spanien und Südamerika fast jeder. Die mit Wänden umbauten Spielfelder wirken wie zu klein geratene Tennisfelder und sind dort allgegenwärtig. Zwei gegen zwei wird mit mit kurzen Schlägern ohne Bespannung der Ball über das Netz gespielt. Die „Bande“ des Umbaus wird dabei in das schnelle Spiel mit einbezogen. In Deutschland ist die Ballsportart hingegen noch eine Nische. Das will eine Gruppe Fußballer vom SC Orschweier in unserer Region ändern.

 

Steffen Rothman ist einer der Gründer des Unternehmens „Black-Forest-Padel“. Im Gespräch erklärt der Ettenheimer unserer Redaktion, wie das Konzept in Mahlberg aussehen – und aufgehen soll.

„Kurz vor Weihnachten waren wir zu viert in der Padelhalle in Kenzingen Padel spielen. Nach ein paar Bier kam der Gedanke auf, warum man Padelplätze nicht selber baut“, erinnert sich Rothmann. Er selbst spiele neben Fußball auch schon lange Tennis. Auch wenn die Sportart auf den ersten Blick ähnlich wirkt, Padel sei deutlich einsteigerfreundlicher, findet Rothmann. Dass das Feld nicht so groß ist, helfe dabei.

Der alte Rasen des Tennisplatzes hat das Team von „Black-Forest-Padel“ schon entfernt. Auf den eingezeichneten Flächen werden die neuen Plätze gebaut. Foto: Black-Forest-Padel

Ab der kommenden Woche werden Bauarbeiter anrücken und die drei Anlagen aufbauen, erklärt der 31-Jährige den nächsten Schritt. Die Baufirma kommt aus Spanien. „Das ist so üblich“, weiß Rothmann. Dort sei der Sport eben sehr verbreitet, und es gebe genügend Anbieter, die sich auf den Bau der Padelplätze spezialisiert haben.

Wenn alles glatt geht, sollen die drei Anlagen bis Ostern stehen. „Die große und offizielle Eröffnungsfeier ist auf Ende April, Anfang Mai geplant“, blickt Rothmann voraus. In der Woche nach Ostern könnte es sogar schon eine Art „Pre-Opening“ geben. Dann soll sich die Investition von rund 200 000 Euro bezahlt machen. Die Padelplätze werden vermietet. „Für etwa 30 Euro die Stunde“, so Rothmann. Im Normalbetrieb soll das Buchen der Plätze automatisiert ablaufen. „Über eine App können die verfügbaren Zeiten eingesehen werden“, erklärt der 31-Jährige. Digital werde dann auch die Buchung des Zeitfensters ablaufen. Um Zugang zu der umzäunten Sportstätte zwischen dem Orschweierer Fußballplatz und der Skateranlage zu bekommen, wird dann ein Tür-Code verschickt, mit dem die Padel-Spieler auf den Platz kommen.

Die Gründer von „Black-Forest-Padel“ und ihre Helfer haben den Platz in Orschweier für die Bauarbeiten vorbereitet. Foto: privat

Wer keine eigene Padel-Ausrüstung besitzt, soll sich das Spielgerät vor Ort ausleihen können. Auch das soll ohne Personal über einen Automaten gehen, kündigt Rothmann an. Für die Gruppe ist das Projekt eine Nebentätigkeit. Das soll auch so bleiben, erklärt der Ettenheimer. Er ist optimistisch, dass das zu viert auch funktioniert. Mit regelmäßigen Veranstaltungen, etwa Turnieren, will das Team den Padelsport im Ortenaukreis etablieren. Gespielt werden könne ganzjährig. Die Hauptsaison erwartet Rothmann von April bis Oktober. Aber auch an einem trockenen Wintertag stehe einer Padel-Partie nichts entgegen. Von acht bis 20 Uhr soll die Anlage bespielbar sein. Um auch im Dunklen spielen zu können, soll es eine Flutlichtanlage geben.

Info – Trainingsangebot

„Black-Forest-Padel“ will auch Trainingseinheiten anbieten. „Ich habe vor kurzem in München den Padel-Trainerschein gemacht“, erzählt Steffen Rothmann. Auch seine Kollegen wollen den Trainerschein machen, blickt er voraus. Kindertraining und Erwachsenentraining will die Gruppe anbieten.