Die B462 und der Anschluss der A81 in Rottweil sind nach langer Sperrung wieder frei – doch jetzt treibt die Ampelanlage viele Autofahrer in den Wahnsinn. Wir gehen der Sache nach.
Die Freude war bei vielen Verkehrsteilnehmern groß, als die B462 zwischen Dunningen und Rottweil und damit auch der A81-Anschluss ziemlich pünktlich wieder frei gegeben wurden. Am 6. Oktober war die wichtige Verkehrsader gesperrt worden, am Abend des 17. Dezember herrschte dann wieder freie Fahrt. Doch schnell kam der Dämpfer. Was ist nur mit den Ampeln los?
Diese Frage stellen sich aktuell viele. Oder deutlicher gesagt: Die drei Ampelanlagen am Abzweig Zimmern und den Aufschleifungen Richtung Singen und Richtung Stuttgart, die im Zuge der großen Sanierungsmaßnahme erneuert wurden, treiben manchen in den Wahnsinn. In Mails und Anrufen melden sich Verkehrsteilnehmer in unserer Redaktion und regen sich gehörig über die Taktung auf.
„Seit die B 462 wieder offen ist, ist die Ampeltaktung für mich eine Katastrophe. Von Dunningen kommend staut sich der Verkehr von der Ampel bis zur Tannwaldkurve. Die Rotphase dauert etwa 50 Sekunden, die Grünphase rund 20 Sekunden . Es kommen bei Grün gerade mal fünf Fahrzeuge durch“, schreibt ein Leser.
Grüne Welle ist weg
Diese Schilderung können wir aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Die Grün-Phasen sind minimal kurz, die frühere „grüne Welle“, in der man mit Glück durch alle drei Ampelanlagen in einem Rutsch durchfahren konnte, ist nicht mehr existent.
Staus gab es zwar auch vor der Sanierung immer wieder, vor allem im morgendlichen Berufsverkehr. Doch seit der Erneuerung wird der Knotenpunkt B462/A81 zur echten Geduldsprobe. Das kann doch so nicht bleiben?
Das sagt das Regierungspräsidium
Wir haben schon zwischen den Jahren beim für die Baumaßnahme zuständigen Regierungspräsidium (RP) Freiburg nachgefragt, was es damit auf sich hat und ob Besserung in Sicht ist. Feiertags- und urlaubsbedingt konnte die Pressestelle erst jetzt die Antwort liefern. Und die lässt zumindest hoffen.
Wie Sprecher Matthias Henrich erklärt, laufe die Ampelanlage „im Grundbetrieb“. An der Steuerung sei bisher nichts geändert worden. „Sobald die Kontaktschleifen im Gesamten geschnitten wurden, wird das optimierte Ampelprogramm wieder wie vor Beginn der Bauarbeiten laufen“, versichert er.
Kontaktschleifen fehlen noch
Grund für die Verzögerung sei, dass für eine optimierte Ampelschaltung Kontaktschleifen in den Asphalt geschnitten werden müssen. „Dies war zum Ende der Bauarbeiten nicht direkt möglich, soll aber so schnell wie möglich nachgeholt werden. Das Regierungspräsidium hat daher entschieden, die Straße auch ohne die optimierte Ampelschaltung freizugeben.“
Verbesserung steht bevor
Die Alternative wäre laut des Sprechers gewesen, die Sperrung weiter aufrechtzuerhalten bis die Kontaktschleifen geschnitten sind. „Wir haben uns aber dafür entschieden, die Straße freizugeben. Wir gehen davon aus, dass die Kontaktschleifen in den nächsten Tagen geschnitten werden“, macht er Hoffnung.
Für diese Maßnahme dürfte dann nochmal kurz mit Behinderungen zu rechnen sein – immerhin dann für einen „guten Zweck“.