In den Räumen der Klaus-Ringwald-Stiftung wird seit Samstag eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Alfred Feudel gezeigt. Zu sehen sind auch zahlreiche Schwarzwaldmotive.
Sie liegt in Schonach, die Klaus-Ringwald-Stiftung. Allerdings ist sie ganz am Ende des Alfred-Feudel-Wegs zu finden. Und dieser Weg führt in den nächsten Wochen zur Ausstellung von Alfred Feudel. Seit Samstag, 18. Oktober, bis Sonntag, 4. Januar, kann die Ausstellung jeden Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden – mit Begleitung eines Kuratoriumsmitglieds.
Der eine war seinerzeit sehr jung, stand am Anfang seiner später sehr erfolgreichen Künstler-Karriere, der andere fast am Ende, dazu war letzterer „arm wie eine Kirchenmaus“. Sie lernten sich in München kennen, wo Ringwald studierte. Trotz des enormen Altersunterschieds freundeten sie sich an.
Feudel war extrem produktiv, was auch die vielen Bilder im Rathaus des Dorfes erkennen lassen. Aber schließlich, wie Kuratoriumsmitglied Arnold Kuner betonte, habe er durch seine Bilder wenigstens „von der Hand in den Mund“ leben können. Ursprünglich habe Klaus Ringwald auch seine umfangreiche Feudel-Sammlung in der Stiftung unterbringen wollen – das aber habe die Bürokratie verhindert.
Geboren 1882 in Lindenau bei Leipzig, war Alfred Feudel seit 1907 an der Akademie der Bildenden Künste in der Zeichenschule von Professor Karl Raupp. Zusätzlich wurde er Mitglied des Westfälischen Künstlerbundes. 2018 heiratete er Elfriede Antonie Thurau, die als Wegbereiterin der Rhythmik als Methode der Körpererziehung tätig war. Die Ehe brachte drei Kinder hervor. Durch die berufliche Stellung seiner Frau folgten viele Wohnungswechsel mit Stationen in Dortmund, Essen, Leipzig, Stuttgart oder Freiburg.
Ehe scheitert
Die Ehe scheiterte und die Trennung brachte Feudel in den Schwarzwald, wo er in Oberprechtal, Schonach, Elzach und zuletzt in Kappel bei Freiburg lebte – wo er dann 1974 verstarb.
Die jetzige Ausstellung zeigt viele Bilder des Künstlers, teils in Öl, teils in Aquarell. Einige Stillleben sind dabei, vor allem aber sehr viele Bilder aus der Gegend um Schonach bis hinunter ins Elztal. Als kleine Schmankerl halten die Kuratoriumsmitglieder diverse Briefe und kalligrafische, selbst produzierte Weihnachtspostkarten bereit.