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Auch ohne Lockdown Ansturm in den Fahrschulen hält an

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Die Fahrschulen haben weiter mit den Corona-Verordnungen zu kämpfen, auch wenn sie vom zweiten Lockdown verschont geblieben sind. Foto: dpa

Die Fahrschulen haben weiter mit den Corona-Verordnungen zu kämpfen, auch wenn sie vom zweiten Lockdown verschont geblieben sind. Welche Erfahrungen der Schömberger Fahrschullehrer Volker Geiger gemacht hat und was er Fahrschülern empfiehlt, lesen Sie in unserem (SB+) Artikel.

Schömberg - "Nachdem die Fahrschulen nach dem ersten Lockdown wieder öffnen durften, wurden wir regelrecht überrannt", sagt Geiger, der Fahrschulen in Schömberg, Wehingen, Wellendingen, Deißlingen und Dotternhausen betreibt. In seiner Fahrschule sei dieser Ansturm bereits abgearbeitet, die meisten Fahrschüler hätten ihre Prüfung abgelegt. So könne man derzeit wieder mehrere Schüler zur Neuanmeldung aufnehmen.

Mindestabstand im Unterricht

Der Fahrlehrerverband und das Landratsamt Zollernalbkreis hätten auch mitgeteilt, dass das Verkehrsministerium nicht beabsichtige, die Fahrschulen erneut zu schließen. Es würden aber weiterhin die Corona-Regeln gelten, die bei den Fahrschulen anders seien als in den Schulen. Geiger: "Wir müssen im Theorieunterricht keine Masken tragen, dafür aber zwischen den Schülern einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten."

Dieser Abstand dürfe im Unterrichtsraum unterschritten werden, wenn physische Abgrenzungen, etwa mit Plexiglas, eingebaut würden. In manchen seiner Filialen habe er diese installiert, in anderen könne der Mindestabstand so eingehalten werden, weil die Räume größer seien. Da die Regeln bezüglich Corona aber oft wechselten, sei eine Investition in solche Schutzmaßnahmen gut zu überlegen. Eine Alternative sei, dass Fahrschulen zwei Theoriedurchgänge anbieten oder die Schüler eben nur alle zwei Wochen zum Theorieunterricht kommen könnten. Auf jeden Fall aber müsse in den Unterrichtsräumen für eine kräftige Belüftung gesorgt werden, wie dies auch in den Schulen der Fall sei.

Maskenpflicht während der Fahrstunden

"Während der Fahrstunden haben wir es allerdings besser als im normalen Schulunterricht, da wir die Fenster immer einen Spalt öffnen können und von vorne die Wärme der Heizung abbekommen", sagt der Fahrlehrer. Im Fahrschulauto hätten zu Beginn die Fahrlehrer und Schüler Masken tragen müssen, dann sei im Sommer die Maskenpflicht zurückgenommen worden. Derzeit müssten Masken aber wieder aufgesetzt werden.

Die Fahrlehrer könnten sich aus gesundheitlichen Gründen zwar davon befreien lassen, müssten dies bei den Prüfungen dem TÜV zuvor aber anmelden. Dann komme der Prüfer mit einer FFP2-Maske. Die Rechtsprechung sage außerdem, dass Schilde oder Visiere vor dem Gesicht bei Fahrschulen nicht zulässig seien. Er, Geiger, halte seine Fahrschüler zudem immer dazu an, auch beim Warten vor der Fahrschule den Abstand einzuhalten oder eine Maske zu tragen: "Es bringt ja nichts, wenn die Fahrschüler vor der Fahrschule ohne Maske miteinander reden, und im Unterrichtsraum müssen sie dann den Mindestabstand einhalten."

Ämter zum Teil überlastet

Durch das hohe Aufkommen an Fahrschülern nach der Wiedereröffnung seien auch die Ämter zum Teil überlastet gewesen oder seien es noch immer. Zwischenzeitlich dauere es bei manchen Landratsämtern bis zu drei Monaten, bevor die Prüfungspapiere fertig gestellt würden. Geiger: "Erst dann aber darf der Fahrschüler zur Theorieprüfung." Auch bei den Erste-Hilfe-Kursen habe es Wartezeiten von mehreren Monaten gegeben.

Die Theorieprüfungen der Fahrschüler absolviert die Fahrschule Geiger beim TÜV in Lauffen bei Rottweil. Dieser habe seine Prüfungskapazität erweitert. Derzeit fänden auch am Freitagmittag Prüfungen statt, im Sommer seien diese sogar samstags durchgeführt worden. "Es hat keine Probleme oder Wartezeiten gegeben", lobt Geiger.

Anmeldung schon sechs Monate vor dem Geburtstag

Weil sich auch schon vor Corona viele Schüler zu spät für die Fahrschule angemeldet haben, empfiehlt er eine Anmeldung schon sechs Monate vor dem Geburtstag und betont: "Man darf bereits drei Monate vor dem Geburtstag die Theorieprüfung ablegen." Dies wüssten viele Jugendliche und deren Eltern nicht. Aufgrund der besonderen Situation und den Wartefristen im Landratsamt und bei den Erste-Hilfe-Kursen lege er den Schülern daher eine frühe Anmeldung ans Herz.

Und dies auch noch aus einem anderen Grund. Geiger: "Die Schüler müssen mehr als 1000 Fragen beantworten können. Der Stoff ist sehr umfangreich geworden. Alleine dafür brauchen die meisten Fahrschüler schon mehrere Monate."

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