Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und Fusion blicken die Vereinigten Volksbanken eG auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Zahlen der Bilanz sprechen für sich.
Die Vereinigte Volksbanken eG mit Sitz in Sindelfingen und weiteren Niederlassungen in Böblingen, Calw, Reutlingen, Schönbuch und Weil der Stadt, hat 2025 ein erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnet.
Das sei, so Vorstandsvorsitzender Jörg Niethammer, bei der Vorlage vorläufiger Bilanzzahlen in Böblingen, angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie der Verschmelzung mit der VR-Bank eG Magstadt-Weissach alles andere als selbstverständlich.
Die Zahlen sprechen für sich. Die Bilanzsumme ist nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr auf 5,71 (2024: 5,52) Milliarden Euro gestiegen. Das Kreditgeschäft nahm um 3,5 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu. Dabei ist, wie Vorstandsmitglied Martin Riegger sagte, die Nachfrage im privaten Immobiliengeschäft besonders stark gestiegen. Das Einlagengeschäft nahm um 2,4 Prozent auf 4,48 Milliarden Euro zu.
Mit Zuversicht in Zukunft
Der Zinsüberschuss stieg auf 95,4 (91,5) Millionen Euro zu, das Provisionsgeschäft blieb mit 41,1 (41,0) angesichts eines „anspruchsvollen Wettbewerbsumfelds“, so Vorstandsmitglied Thomas Krätschmer, stabil.
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich deutlich auf 39,1 (30,9) Millionen Euro. Jahresüberschuss und Gewinnvortrag werden mit 4,2 (3,9) Millionen Euro ausgewiesen.
Bank wächst aus eigener Kraft
Dieses „gute Ergebnis“ erlaubt es, neben der Stärkung der Kapitalbasis der Vertreterversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 2,5 Prozent vorzuschlagen.
Die Bank wächst aus eigener Kraft. Niethammer: „Die genossenschaftliche Idee ist nach wie vor modern.“ Die Bank lebe diesen Auftrag.
Erträge lassen weiteres Wachstum zu
„Wir bringen die Gelder unserer Mitglieder und Kundinnen und Kunden in die Region zurück – dahin, wo sie Werte schaffen.“ Die Erträge lassen weiteres Wachstum zu. Die Marktposition sei gestärkt worden. Dabei gebe es noch Herausforderungen, aber auch Chancen.
Das Institut blickt angesichts der guten Entwicklung trotz konjunktureller Unsicherheiten mit Zuversicht in die Zukunft. Die Bank, so Niethammer, sieht noch viele Möglichkeiten, ihr Geschäft in ihren sechs Regionen auszubauen.
Viele stabile Unternehmen
Der Anteil der Autozulieferer unter den Unternehmenskunden sei relativ gering, sagt Krätschmer mit Blick auf die strukturelle Krise der Branche.
Zudem haben sich viele dieser Firmen auf die sich abzeichnenden Umbrüche eingestellt und ihre Produktpalette diversifiziert.
Positive Entwicklungen in allen Regionen
Schließlich gebe es zahlreiche stabile und gute Unternehmen in den Branchen Informationstechnologie, Wohnungswirtschaft und Medizintechnik sowie im sozialen Bereich.
Alle sechs Regionen haben sich laut Niethammer positiv entwickelt. In Reutlingen sei der gewerbliche Bereich am stärksten gewachsen. Das gelte auch für Böblingen und Sindelfingen.
Gezielte Investitionen
An den Standorten der Bank wird laut Niethammer „gezielt in Infrastruktur, Mitarbeitende und digitale Entwicklung investiert.“ Mit dem Beginn von Umbaumaßnahmen in Böblingen stehen dabei moderne Arbeitswelten im Vordergrund.
Vorstandsmitglied Martin Riegger scheidet zum 31. März aus dem Gremium aus und geht in den Ruhestand.
Danach wird der Vorstand auf drei Personen reduziert. Rieggers Zuständigkeitsbereiche werden auf die verbliebenen Mitglieder Niethammer, Rehorsch-Hartmann und Krätschmer verteilt.