Anna Langmaack (von links) ist aus Hamburg zu Besuch und unterstützte ihre Freunde Hannah Groß, Jonathan Kraus und Niclas Groß dabei, den Friesenheimern den Segen zu bringen. Foto: Bohnert-Seidel

Die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde Friesenheim brachten zahlreichen Haushalten ihren Segen. Unsere Redaktion hat eine Gruppe auf ihrer Tour begleitet.

Caspar, Melchior und Balthasar zogen an fünf Tagen in Friesenheim, Heiligenzell, Kürzell, Oberschopfheim, Oberweier und Schuttern von Haus zu Haus. In Oberweier dürften wohl die meisten Kinder und Jugendlichen diesen ehrenamtlichen Dienst versehen. 24 Kinder und Jugendliche haben sich gemeldet, um mit Freuden von Haus zu Haus zu gehen. Rund 180 Adressen hatten sich die Gruppen untereinander aufgeteilt.

 

Den Anfang machen Hannah Groß, Niclas Groß, Jonathan Kraus und Anna Langmaack. Letztere ist aus Hamburg bei Hannah Groß zu Besuch und hat sich bereit erklärt, als Sternsinger in der Gruppe unterwegs zu sein. Anja und Michael Groß betreuen die Sternsinger in Oberweier.

Die diesjährigen Spenden gehen nach Bangladesch

An einem großen Kleiderständer hängen die Gewänder, die jedem einzelnen Kind und Jugendlichen zugeordnet werden. Seit sieben Jahren sind Niclas und Hannah Groß dabei. Lachend meint Hannah Groß zu ihrem Engagement: „Wenn die Eltern das organisieren, ist das irgendwie selbstverständlich.“ Mit ganzem Herzen sind die Kinder und Jugendlichen dabei. Die Verse der Sternsinger mit dem Segensgruß haben sie allemal abrufbereit drauf. In diesem Jahr richtet sich der Blick der Sternsinger auf das Land Bangladesch. „Noch immer müssen in dem südasiatischen Land rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten“, weiß Anja Groß. 1,1 Millionen Kinder müssten sogar unter besonders umweltschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Mit den Einnahmen aus der Sternsingeraktion soll diesen Kindern ein Schulbesuch ermöglicht werden. Dafür setzen sich in ganz Friesenheim Kinder und Jugendliche ein.

Hunderte von Haushalten werden von den Kindern und Jugendlichen besucht. Allein der Anblick in den bunten Gewändern ist den Menschen eine Freude. „Wir kommen daher aus dem Morgenland. Wir kommen geführt von Gottes Hand. Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr: Caspar, Melchior und Balthasar“, heißt es im Segenslied. In ihren Händen halten die Kinder eine Spendenbox sowie eine Schatulle, die gesegnete Kreide oder auch ein Klebeband mit dem Segensgruß beinhaltet. Das Weihrauchgefäß wird ebenfalls mitgebracht.

Nach der Arbeit gibt es ein gemeinsames Mittagessen

Nach ihrem Dienst treffen sich die Gruppen in der Regel zu einem gemeinsamen Mittagessen in den Pfarrheimen und lassen sich von den Unterstützern verwöhnen. In Oberweier sind die Sternsingergruppen stets um 18 Uhr nach ihrem Dienst zu einem kleinen Snack eingeladen. „Schon immer ist das so“, weiß Anja Groß und ist für dieses Geschenk an die Gruppen aus Oberweier sehr dankbar.

Unterwegs waren die Sternsinger von Freitag bis Dienstag, 2. bis 6. Januar. In dieser Zeit brachten sie zahlreichen Haushalten den Segen an die Haustür.