Auch die künftige Leitung mit Pfarrer Nelson Ribeiro (Fünfter von rechts) und Martin Wetzel (Zweiter von rechts) feierte beim „Richtfest“ mit. Foto: Dekanat Lahr

Unter dem Motto „Richtfest – der Rohbau steht“ hat das Dekanat Lahr die Fertigstellung der neuen Gründungsvereinbarung für die 2026 kommende Kirchengemeinde Südliche Ortenau gefeiert. Dabei wurde auch das künftige Logo der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Richtfest sollte dabei ein Dankeschön für die investierte Zeit und das Herzblut der Beteiligten sein, aber auch Gelegenheit, diesen Meilenstein auf dem Weg der Kirchenentwicklung zu feiern, heißt es in der Pressemitteilung des Dekanats.

 

Fast ein Jahr lang haben demnach gut 70 Haupt- und Ehrenamtliche an der Gründungsvereinbarung für die künftige Kirchengemeinde mitgearbeitet, im Rahmen der Projektleitung, sei es im beschließenden Ausschuss als gemeinsames Entscheidungsgremium aller Seelsorgeeinheiten oder auch in diversen thematischen Arbeitsgruppen.

Nach der Fertigstellung und dem offiziellen Beschluss im Herbst soll das Dokument ab nun als Wegweiser und Orientierung beim Aufbau der neuen Kirchengemeinde Anfang 2026 dienen – und stellt damit sozusagen den inhaltlichen ,Rohbau’ dar, den es nun mit pastoralem Leben zu füllen gilt.

So wurde der Abend ganz unter das Thema eines Richtfests gestellt mit traditionellen Elementen wie einem kleinen Richtkranz, Richtspruch, der Bitte um Gottes Segen für das neue „Haus“ sowie einer kurzen Ansprache durch die „Bauleitung“ – in diesem Fall die Projektkoordination mit Dekanatsreferentin Ann-Kathrin Wetzel und Dekan Johannes Mette, berichtet das Dekanat weiter. Auch die künftige Leitung der Kirchengemeinde war durch Pfarrer Nelson Ribeiro und Pastoralreferent Martin Wetzel vertreten.

Quiz über die künftige Pfarrei

Auf die Gäste wartete ein Buffet mit Buletten und Kartoffelsalat und im Laufe des Abends ein spannendes Pubquiz, bei dem die Anwesenden aus dem gesamten Dekanat unter anderem beweisen konnten, wie gut sie die künftige Pfarrei bereits kennen. „Es war ein überaus gelungener und stimmungsvoller Abend, an dem alle bereits auf Tuchfühlung mit der künftigen Leitung gehen konnten“ berichtet Melanie Bischoff aus dem Dekanatsteam. „Auch die Idee mit dem Richtfest kam sehr gut an.“

Das Logo der neuen Kirchengemeinde Foto: Dekanat Lahr

Etwas enttäuscht waren manche Gäste, dass das traditionelle Zerbrechen des Glases nach der Begrüßung ausfiel, schließlich soll das Glück bringen. Doch auch hier sei die Tradition gewahrt,“ so Melanie Bischoff zwinkernd, „ein zerbrochenes Glas am Ende des Abends in der Küche vollendete den traditionellen Ablauf eines Richtfestes“.

Sicherlich nicht der „letzte Nagel im Dachstuhl“, aber ein sehr wichtiges Element stellt das neue Logo für die künftige römisch-katholische Kirchengemeinde Südliche Ortenau dar, das an diesem Abend erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde: Nach Ideen und Empfehlungen der Themengruppe zur Öffentlichkeitsarbeit sowie der Projektleitung wurden entsprechend Vorschläge durch ein Grafikbüro entwickelt, überarbeitet und eine Fassung im Herbst 2024 beschlossen: Jeder halbe Kreis dabei steht symbolisch für eine Person mit nach oben gerichteten Armen, der Kopf wird als Punkt dargestellt. Der große Kreis steht für die Gemeinschaft in der neuen Kirchengemeinde, die sich um das Kreuz Jesu Christi versammelt und dort ihren Glauben bekennt. Gleichzeitig stellt das Logo auch eine Monstranz dar, erklärt das Dekanat. Das neue Logo findet seinen Einsatz mit dem Start der Kirchengemeinde im Januar 2026.

Kirchenentwicklung 2030

In der Erzdiözese Freiburg werden kleinere Einheiten zu größeren Gemeinden zusammengelegt. Ab 2026 werden im Dekanat Lahr die bisherigen fünf Seelsorgeeinheiten An der Schutter, Ettenheim, Friesenheim, Kippenheim Maria Frieden und Rust einen pastoralen Raum mit rund 45 000 Katholiken bilden.